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Lisa Marie Fink
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Lisa Marie Fink2026-03-13 12:38:392026-03-13 12:38:39Die Frühjahrs-Ausgabe der StadtZeit ist da!Das Immunsystem – ein Wunder der Natur
Steht der Winter vor der Tür, sprechen alle darüber, wie sich das Immunsystem stärken lässt. Den wenigsten ist bewusst, was sich hinter dem Begriff „Immunsystem“ versteckt, wo genau es sich im Körper befindet, wie es funktioniert und warum heiße Zitrone trinken nur ein teil der Wahrheit ist, wenn es darum geht, das Immunsystem zu stärken.
Der Name „Immunsystem“ verrät bereits seine Funktion: Es ist ein komplexes Abwehrsystem, das den Körper schützt und seine Abwehrkräfte stärkt. „Immun“ bedeutet „geschützt“ oder „resistent“. Das Immunsystem verteilt sich systemisch über den Körper. Es besteht aus Organen, Zellen und Botenstoffen. Seine Aufgabe besteht darin, den Körper beispielsweise vor Krankheitserregern zu schützen oder defekte Zellen zu beseitigen.
Eine wichtige Rolle im Immunsystem spielt das Knochenmark: Es produziert unter anderem die Immunzellen, die für die Abwehr von Krankheitserregern notwendig sind. Auch eine wichtige Rolle spielt der Thymus; ein Organ hinter dem Brustbein, in dem bestimmte Abwehrzellen heranreifen und „lernen“, zwischen fremden Eindringlingen und körpereigenen Zellen zu unterscheiden. Während Knochenmark und Thymus Immunzellen bilden und schulen, kommen die Zellen in Lymphknoten, Milz, Mandeln, Blinddarm sowie Teilen des Dünndarms zum Einsatz, um Erreger zu erkennen, bekämpfen und auszuscheiden.
Die Wirkung von stress auf das Immunsystem
Stress gehört zu den größten Belastungen für das Immunsystem. Steht der Körper dauerhaft unter Stress, schüttet er vermehrt das Stresshormon Cortisol aus, das langfristig einzelne Komponenten des Immunsystems schwächt. Hohe Cortisolspiegel verringern die Zahl und Aktivität der Immunzellen, bremsen Entzündungsreaktionen und machen den Körper anfälliger für Infektionen. Zudem beeinflusst Stress auch Schlaf, Ernährung und Energiehaushalt – alles Faktoren, die für das Immunsystem eine Rolle spielen.
Kurz gesagt: Dauerstress hält das Immunsystem in Alarmbereitschaft, erschöpft es zudem gleichzeitig und macht es verwundbarer gegenüber Krankheiten. Die wichtigste Maßnahme für ein starkes Immunsystem ist vor allem ein gesundes Leben in Frieden und Gelassenheit. Die heiße Tasse Zitrone kann dabei gut unterstützen: In Ruhe und Achtsamkeit getrunken, hält sie den stressigen Alltag einen Moment auf Abstand. Aus der ganzheitlichen Perspektive ist sie jedoch ein Tropfen Zitrone auf den heißen Stein.

Foto: contrastwerkstatt – stock.adobe.com
Selbstwert und Immunsystem
Der Selbstwert und somit die Frage „Was bin ich mir selbst wert?“ sind eng mit der Gesundheit und damit auch mit dem Immunsystem verknüpft. Wer sich selbst wichtig nimmt, achtet bewusster auf seine Bedürfnisse, gönnt sich Erholung, bewegt sich ausreichend und ernährt sich ausgewogen – all das stärkt nachweislich die Abwehrkräfte.
Ein gesunder Selbstwert wirkt wie ein inneres Schutzschild: Er reduziert Stress, fördert positive Emotionen und unterstützt damit die Regeneration und Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Sich selbst wertzuschätzen bedeutet sowohl, gut zu sich zu sein, als auch aktiv die eigene Gesundheit und Widerstandskraft zu fördern. Wer aktiv sein Immunsystem stärken möchte, sollte daher auch anfangen, der wertvollste Mensch in seinem Leben zu sein. Mit einem gesunden Selbstwert und einem starken Immunsystem lässt es sich in voller Energie für die Mitmenschen da sein.
07.02.2026
Die Autorin Christina Meta Dann
ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und Personal Fitness Trainerin in Kassel. Seit 2013 begleitet sie ihre Kunden ganzheitlich auf dem Weg ein gesundes Leben. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf chronischer Erschöpfung, ihr Slogan lautet: Lebe Deine volle stärke!
Dieser Artikel ist auch zu lesen in der StadtZeit-Ausgabe 126, Winter 2025/26, S. 28
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