https://mittendrin-kassel.de/wp-content/uploads/2026/01/ausschnitt-csm_howlong_A3plakat_2026_kassel_01_B_d70da93e98.jpg
687
859
Iryna Sauerwald
https://mittendrin-kassel.de/wp-content/uploads/2019/10/logo-m.png
Iryna Sauerwald2026-02-05 06:44:222026-02-04 16:45:06How long is now?Drei Blätter für die Zentralmensa des Studierendenwerks Kassel
PETA zeichnet die vegan-freundlichsten Mensen Deutschlands 2025 aus.
Wachsende vegane Vielfalt: Das Angebot pflanzlicher Speisen an deutschen Hochschulmensen wird immer vielfältiger und etablierter. Bereits zum neunten Mal hat PETA bundesweit Universitätskantinen zu verschiedenen Aspekten rund um das Thema vegane Ernährung befragt. Basierend auf den Antworten der 29 teilnehmenden Studierendenwerke wurden Punkte in Form von grünen Blättern (1 bis 5 in halben Schritten) vergeben und die vegan-freundlichsten Mensen 2025 gekrönt. Die Zentralmensa des Studierendenwerks Kassel hat dabei drei Blätter verliehen bekommen.
„Mit jeder Mahlzeit haben wir die Wahl, Tierleid zu verhindern und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Mit veganen Gerichten gelingt das einfach, lecker und noch dazu gesund“, so Julia Weibel, Fachreferentin bei PETA. „Ein pflanzenbasiertes Speisenangebot deckt die Ernährungsbedürfnisse und -wünsche vieler Menschen ab, die tierische Produkte ablehnen – sei dies aus ethischen, religiösen, umwelttechnischen oder gesundheitlichen Gründen. Wir freuen uns besonders, dass in diesem Jahr so viele neue Einrichtungen dazugekommen sind und viele andere ihr Ergebnis vom vergangenen Jahr verbessern konnten.“
Eine gute Basis für tägliche vegane Gerichte: Drei Blätter für Kassel
Die Zentralmensa des Studierendenwerks Kassel ist in diesem Jahr neu dabei im Ranking. Dort gibt es täglich ein veganes Gericht, welches auch gleichzeitig das kostengünstigste ist. Weitere Optionen können sich Studierende aus pflanzlichen Beilagen zusammenstellen. An der Salattheke gibt es eine gute vegane Auswahl, inklusive Fleischalternativen. Es gibt vegane Snacks und Gebäck. Da die veganen Menüs und Beilagen die meistverkauften Gerichte sind, werden keine Aktionswochen oder -tage dazu durchgeführt. Der Rat aus der Küche: „Natürliche Proteinquellen einbauen wie Hülsenfrüchte und unverarbeitete Zutaten wie zum Beispiel Getreide, Hülsenfrüchte oder Gemüse wählen und sich damit für die kulinarische Vielfalt öffnen.“
Die Bewertungskriterien
Die Beurteilungskriterien bezogen sich unter anderem auf das tägliche und vielfältige Angebot an veganen Gerichten sowie die spezielle Schulung des Personals. Auch das vegane Angebot an Vor- und Nachspeisen, Getränken sowie Snacks wurde in die Bewertung einbezogen. Zudem wurde berücksichtigt, ob Aktionswochen oder -tage zum Thema vegane Ernährung veranstaltet werden. In die Beurteilung floss außerdem ein, ob ein Vegan-Tag angeboten oder regelmäßig für rein pflanzliche Gerichte geworben wird. Wie sich die jeweilige Mensa im Laufe der Jahre entwickelt hat, spielte ebenfalls eine Rolle.
Veganes Angebot nimmt stetig zu
Alle teilnehmenden Mensen haben täglich mindestens eine rein pflanzliche Speise im Angebot – meist sogar mehrere. Bei einem Großteil gibt es auch vegane Vor- und Nachspeisen, Snacks und Gebäck. Viele organisieren Mitarbeiterschulungen und Aktionswochen, meist zum jährlichen Welt-Vegan-Tag am 1. November oder zum Veganuary. Einige der ausgewählten Mensen der Studierendenwerke bieten mittlerweile eine vielfältigere Auswahl an veganen Speisen an, weswegen sich alle Vorjahresteilnehmer in diesem Jahr um einen oder einen halben Punkt verbessern konnten. Die Entwicklung zeigt, dass die vegane Ernährung in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Eine 2023 veröffentlichte Studie kam zum Schluss: Werden pflanzliche Gerichte in Hochschulmensen als Standardoption angeboten und Gerichte mit tierischen Produkten nur auf Nachfrage, wird die vegane Mahlzeit zu knapp 82 Prozent gewählt. [1] Insgesamt bieten die Studierendenwerke einfallsreiche vegane Gerichte wie Burrito Bowl mit Sonnenblumenhack, hausgemachte BratVurst, Blumenkohlburger, mit Chili con Soja gefüllte Tortilla an pikanter Pueblo-Avocado-Salsa oder Bohnen-Bulgur-Pfanne mit Walnüssen und Paprika-Radieschen Dip an.
[1] Sodexo (2023): Serving Up Plants by Default. Online abrufbar unter: https://betterfoodfoundation.org/wp-content/uploads/2023/05/Exec-Summary_Serving-Up-Plants-by-Default.pdf. (28.08.2025).

Bild: PETA Deutschland e.V.
PETAs Motto lautet:
Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen. Daneben wird auch zwischen verschiedenen Tierarten unterschieden: So empfinden viele Menschen Hunde und Katzen als Familienmitglieder und lehnen es ab, sie zu halten, auszubeuten und zu töten, wie Schweine, Rinder oder Hühner. Trotzdem betrifft Speziesismus auch sogenannte Haustiere: Sie werden zur menschlichen Unterhaltung benutzt, oftmals unter tierschutzwidrigen Bedingungen (qual-) gezüchtet und wie Ware verkauft. Auch für Tierversuche werden sie missbraucht.











