Fast die Hälfte der 16- bis 30-Jährigen sind einsam

Die Kampagne „46von100“ des Kulturzentrums Schlachthof und der Katholischen Hochschulgemeinde macht auf Einsamkeit unter jungen Menschen aufmerksam.

Das Kulturzentrum Schlachthof und die Katholische Hochschulgemeinde widmen sich im Rahmen einer Kampagne dem Thema Einsamkeit unter jungen Menschen. Auf Basis gesammelter Erfahrungen und Geschichten von Studierenden entstehen Mitmachangebote und eine Plakatwand auf dem Universitätscampus am Holländischen Platz, die der Einsamkeit etwas entgegensetzen.

Entgegen gängiger Vorstellungen ist Einsamkeit kein reines Phänomen des Alters. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2024 zeigt: 46 % der 16- bis 30-Jährigen fühlen sich regelmäßig einsam. Unter Studierenden gibt es zudem besondere Risikofaktoren: der Umzug in eine neue Stadt, die Entfernung von Familie und Freund*innen und Leistungsdruck. Diesem Problem begegnen das Projekt „Hier im Quartier“ des Kulturzentrum Schlachthof und die Katholische Hochschulgemeinde in der Kampagne 46von100. Über die eigens eingerichtete Webseite www.46von100.de können Erfahrungsberichte von jungen Menschen eingereicht werden.

„Einsamkeit ist vielfältig. 46von100 bricht mit den klassischen Bildern: Gefühle von Einsamkeit können in einem überfüllten Hörsaal genauso stark aufkommen wie am gedeckten Familientisch oder allein auf der Couch“, so Daniel Krooß und Gerrit Retterath von Hier im Quartier: „Mit Workshops wie einer Schreibwerkstatt ermöglichen wir einen Schritt aus dem Schweigen über Einsamkeit in Begegnung“.

„Uns geht es darum, den Betroffenen eine Stimme zu verleihen. 46von100 stellt der Einsamkeit gemeinsames Tun, Erfahrungsaustausch und Miteinander gegenüber. In der Umsetzung wurden wir von der Universität sowie dem Studierendenwerk großartig unterstützt“, so Sibylle Lachmitz und Benedikt Ströher-Eisenach von der Katholischen Hochschulgemeinde.

Die über die Webseite und Schreibwerkstätten gesammelten Geschichten dienen als Basis für kommende Veranstaltungen und bringen Betroffene in Kontakt und Austausch miteinander. Die Aufforderung zum Sprechen über Einsamkeit spiegelt sich auch in den wechselnden Plakatgestaltungen wider, die künstlerisch über das Thema Einsamkeit unter jungen Menschen aufklären. Die erste Plakatgestaltung übernimmt die Kasseler Illustratorin Alina Diez. „Ich freue mich sehr, dass die Gestaltungen zentral auf dem Campus, zu sehen sein werden. Ich hoffe, dass wir mit den Plakaten viele junge Menschen erreichen und Gutes bewirken können!“, so Diez.

Die Plakatfläche inklusive der ersten Plakatgestaltung wird am 20. November 2025 um 11 Uhr hinter der Cafeteria „Pavillon“ des Studierendenwerks (Diagonale 13) auf dem Campus Holländischer Platz der Universität Kassel mit einem Pressetermin eingeweiht.

Am Vortag findet zum Auftakt eine Schreibwerkstatt mit der Kasseler Autorin Leticia Wahl statt, in welcher die Teilnehmenden durch verschiedene Übungen dazu angeleitet werden, ihre Erfahrungen mit Einsamkeit zu Papier zu bringen. Die Schreibwerkstatt findet bereits zum zweiten Mal statt und ist in Kooperation mit Studierenden der Universität Kassel entstanden.

Mehr Informationen unter www.46von100.de.

Das Projektteam von 46von100: Benedikt Ströher-Eisenach, Daniel Krooß, Gerrit Retterath, Sibylle Lachmitz (v.l.n.r.). Foto: Christoph Kalden.

18.11.2025

Pressemeldung:

Kulturzentrum Schlachthof
Kemal-Altun-Platz
Mombachstr. 10-12
D-34127 Kassel
www.schlachthof-kassel.de

Die Auftakt-Plakatgestaltung von Alina Diez, die zum Einreichen von Erfahrungsberichten aufruft.


46von100 – Geschichten gegen Einsamkeit und für Begegnungen
Projektverantwortliche:
Hier im Quartier (Kulturzentrum Schlachthof) und Katholische Hochschulgemeinde

www.46von100.de

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