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Iryna Sauerwald
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Iryna Sauerwald2026-09-11 10:06:132026-09-11 10:32:30Otto Heinrich Kühner – MalerpoetKasseler Museumsnacht 2026
Ticket-Vorverkauf für Museumsnacht am 5. September startet
Über 50 Museen, Galerien und Kulturprojekte öffnen mit einem gemeinsamen Ticket zur 21. Kasseler Museumsnacht am 5. September ihre Türen und präsentieren ein abwechslungsreiches Programm für Besuchende aller Generationen. Der Vorverkauf der Tickets, die zugleich als Fahrkarte genutzt werden können, ist gestartet.
Die Karten sind zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 10 Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 kostenfrei) ab sofort online auf www.museumsnacht.de sowie an vielen Vorverkaufsstellen in Kassel erhältlich.

Stellten gemeinsam das Programm der Museumsnacht vor (v.li.): Moritz Wesseler, Direktor Fridericianum, documenta und Museum Fridericianum gGmbH; Anke Müller, Kassel Marketing GmbH; Dr. Martin Faass, Direktor Hessen Kassel Heritage; Sven Schoeller, Oberbürgermeister der Stadt Kassel; Prof. Dr. Kai Füldner, Leiter der Städtischen Museen; Dr. Holger Schwetter, Leiter Abteilung Kulturförderung und ‐beratung; Martin Bach, Amtsleiter Kulturamt; Dr. Dirk Pörschmann, Direktor Museum für Sepulkralkultur; Julia Ronge, Vermittlung GRIMMWELT Kassel; Saskia Wagner, Leitung Caricatura – Galerie für Komische Kunst. Foto: Stadt Kassel; Nicolas Wefers.
Wie lautet das Motto der Museumsnacht 2026?
Unter dem Motto „verbinden“ stellt die Museumsnacht 2026 das Miteinander in den Mittelpunkt. Sie schafft Begegnungen innerhalb der Stadtgesellschaft und schlägt zugleich Brücken über Ländergrenzen hinweg.
„Damit ,Verbinden´ mehr ist als nur ein Motto, braucht es Offenheit, Neugier, Zeit und die Freude daran, Neues zu entdecken und gemeinsam zu entwickeln. Die Museumsnacht mit ihren rund 200 Programmpunkten schafft dafür den passenden Rahmen: Sie bringt Menschen, Perspektiven, Kulturen und Orte zusammen – und verbindet in diesem Jahr sogar über die Stadtgrenzen hinaus. Mit Beiträgen aus den Partnerstädten in Finnland und Frankreich wird die internationale Verbundenheit Kassels sichtbar und erlebbar“, betont Oberbürgermeister Sven Schoeller.
Wo findet das Bühnenprogramm statt?
Das Programm findet in Museen und Ausstellungsorten, aber auch auf öffentlichen Plätzen statt. Zentraler Schauplatz ist in diesem Jahr der Kulturbahnhof, auf dessen Vorplatz das Bühnenprogramm stattfindet. Als internationaler Programmpunkt tritt dort die Musikformation „Kunnan Pojat“ aus der finnischen Partnerstadt Rovaniemi auf – eine musikalische Verbindung zwischen Nordhessen und der finnischen Region Lappland. Auch die bildende Kunst schlägt eine Brücke über Landesgrenzen hinweg: In der Galerie Feiertag stellt Raphaël-Bachir Osman, Maler aus der französischen Partnerstadt Mulhouse, aus.
Zu den Höhepunkten der diesjährigen Museumsnacht gehört die farbenfrohe und spektakuläre Lasershow Flowers (2026) des britischen Künstlers Matt Copson, die in der Dunkelheit die Fassade des Fridericianums illuminiert und damit das Museum mit dem öffentlichen Raum verbindet.
Auch die Städtischen Kulturhäuser Dock 4 und Palais Bellevue setzen auf Verbindung – zwischen Publikum und Institution, zwischen Gegenwart und Zukunft. Im Rahmen des Projekts „ÜBERMORGEN – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ präsentieren drei Künstler-Duos zur Museumsnacht ihre ZEITREISEN: künstlerische Experimente zu den Themen Offenheit, Vermittlung und Digitalität. Sie laden Besuchende ein, mögliche Zukünfte der Kulturhäuser selbst zu erfahren und mitzugestalten.
Das Programm ist ab sofort auf der Webseite abrufbar: www.museumsnacht.de
Welche Kulturorte sind neu bei der Museumsnacht dabei?
Neben den bereits etablierten Orten sind auch in diesem Jahr neue Orte bei der Museumsnacht dabei. Das Atelier Kohlengrube zeigt eine Fotoausstellung über Plattensammlerinnen und Plattensammler. Die Arnold-Bode-Schule beleuchtet ihren Schulhof und rückt das „Fries der Erinnerung“ ins Licht – ein Gedenkprojekt, das an die Deportation Kasseler Jüdinnen und Juden erinnert. Im cdw Kulturareal stellt der „Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Kassel-Nordhessen“ aus. Der seit 1948 bestehende Verband zeigt dort Arbeiten neuer Mitglieder und gibt damit einen Einblick in die aktuelle regionale Kunstszene.
Das Kurbad Jungborn an der Fulda, das einzige noch erhaltene Kasseler Flussbad, ist nach umfangreicher Renovierung und Neugestaltung erstmals wieder Teil der Museumsnacht. Im dortigen Bademuseum lässt sich die Geschichte der Kasseler Badekultur erleben.
Der temporäre „Rummelnachtstraum“ ist mit dem Museumsnacht-Ticket ebenfalls zugänglich: Das Staatstheater Kassel verwandelt gemeinsam mit dem Naturkundemuseum im Ottoneum, dem Verein „Bewegungsperspektiven für Licht, Kunst und Kultur“ sowie weiteren Partnern den Papinplatz rund um das Naturkundemuseum in einen intermedialen Kunst- und Theater-Rummel, angelehnt an Shakespeares „Sommernachtstraum“. Zwischen klassischen Jahrmarktbuden und Fahrgeschäften verbinden sich hier Kirmestradition und zeitgenössische Kunst. Am Abend der Museumsnacht findet allerdings keine Schauspielaufführung statt – der Rummel selbst ist dennoch mit dem Ticket erlebbar.
Was wird für Familien geboten?
Am frühen Abend steht das Programm für Kinder und Familien im Fokus – mit Angeboten wie Kreativwerkstätten, Mitmachaktionen und Familienführungen: Die GRIMMWELT verwandelt zum Beispiel die Dachterrasse für einen Abend in eine Zirkusmanege und bietet dort ein abwechslungsreiches Familienprogramm an. Mitmachaktionen animieren auch im Hessischen Landesmuseum zum Selbermachen und Ausprobieren, wo Kinder passend zur Sonderausstellung „ZOOM. Einblicke in die Welt der Mikroskopie“ ihre eigene Lupe bauen oder mikroskopieren können. Es ist zugleich das letzte Wochenende der Sonderausstellungen in den städtischen Museen Stadtmuseum und Naturkundemuseum. Im Stadtmuseum können Familien in der Schau „Kinderkram für alle. Wie Spielen uns verbindet“ unter anderem mit einer Quiz-Tour die Ausstellung entdecken und auch das Naturkundemuseum bietet verschiedene Angebote speziell für Kinder und Familien an.
Gibt es wieder eine Expedition für Kinder?
Das Heft „Check die Museen! Expedition zur Kasseler Museumsnacht“ führt Grundschulkinder auch 2026 wieder mit Rätseln und Fragen in einfacher Sprache spielerisch durch neun teilnehmende Museen. Das Heft ist kostenfrei. Für jedes gefundene Lösungswort können sich die Kinder in den Museen eine kleine Belohnung abholen. Folgende Museen sind daran beteiligt:
• Fridericianum
• GRIMMWELT Kassel
• Hessisches Landesmuseum
• Museum für Sepulkralkultur
• Naturkundemuseum im Ottoneum
• Neue Galerie
• Spohr Museum im Palais Bellevue
• Stadtmuseum Kassel
• Technik-Museum Kassel
Gibt es mehrsprachige Angebote?
Um möglichst vielen Menschen den Zugang zur Museumsnacht zu ermöglichen, sind die Werbemittel mehrsprachig. In einigen Museen finden mehrsprachige Führungen sowie Führungen in Gebärdensprache statt.
Wo können die Tickets für die Museumsnacht gekauft werden?
Das Museumsnacht-Ticket ist als Online-Ticket unter www.museumsnacht.de/tickets erhältlich.
Vor Ort ist das Ticket im Vorverkauf sowie an der Abendkasse hier erhältlich:
• Caricatura – Galerie für Komische Kunst
• Fridericianum
• GRIMMWELT Kassel
• Hessisches Landesmuseum
• Neue Galerie
• Schloss Wilhelmshöhe
• Stadtmuseum Kassel
• Technik-Museum Kassel
sowie in der Tourist Information (Wilhelmsstraße 23) und im Kassel Service Point in der GALERIA, 1. OG (Obere Königsstraße 31).
Alle Fakten zur Museumsnacht unter: www.museumsnacht.de/






© Urs Lüthi, Courtesy Galerie Coucou
Claudia Harwardt




