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Iryna Sauerwald
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Iryna Sauerwald2026-02-17 12:30:542026-02-17 13:32:00GENESIS – spektakuläre Lichtkunst in der Karlskirche vom 03.03.-12.04.2026Kreative Konzepte gegen Leerstand in der City
Das Zentrum für Kreativwirtschaft in der Kasseler Innenstadt war ein Treffpunkt für Fachleute aus ganz Deutschland.
Auf Einladung des städtischen Kulturamts kamen Stadtplanerinnen und Stadtplaner, Immobilieneigentümer sowie Kreativschaffende zusammen, um bei der Fachtagung „Kreative Konzepte für Leerstand in der Innenstadt“ gemeinsam neue Wege zur Belebung leerstehender Gewerbeflächen zu entwickeln. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Ansätze, wie kreative und kulturelle Nutzungen zur nachhaltigen Stärkung der Innenstadt beitragen können.
Oberbürgermeister Sven Schoeller betonte die Bedeutung solcher Ansätze: „Der Strukturwandel in unseren Innenstädten zeigt deutlich, wie essenziell kulturelle und kreative Nutzungen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung sind. Sie schaffen Identität, fördern Begegnung und ergänzen den klassischen Einzelhandel.“
Mit Blick auf das ruruHaus fügte Schoeller hinzu: „Das ruruHaus soll ein solcher kreativ bespielter Ort der Zukunft in der Innenstadt werden. Durch ein breites Angebot, in dessen Kern die Stadtbibliothek steht, soll hier ein Raum für die gesamte Stadtgesellschaft entstehen, der die Menschen zurück ins Zentrum bringt und damit positiv auf die Innenstadtentwicklung einwirkt.“
Ziel der Tagung war es, Akteure zu vernetzen und erfolgreiche Praxisbeispiele zu teilen. Vorgestellt wurden unter anderem:
- Der Verein „Meffis“ aus Aachen, der vier leerstehende Ladenlokale in eine lebendige soziokulturelle Begegnungsstätte verwandelte.
- Das „Gewächshaus“ in Kassel, ein konsumfreier Raum für Kinder bis 12 Jahre, der sich als kreativer Treffpunkt in der Innenstadt etabliert hat.
- Das „Temporärhaus“ in Ulm, das exemplarisch für die Herausforderungen steht, kreative Zwischennutzungen langfristig zu sichern.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf kommunalen Förderinstrumenten. Die Kreativ Gesellschaft Hamburg präsentierte das Programm „Frei_Fläche“, das Kreativakteure bei der Zwischennutzung städtischer Leerstände unterstützt. Die Coburger Stadtmacher zeigten, wie ein Gründerwettbewerb mit ideellem Support und einem starken Netzwerk zur erfolgreichen Aktivierung von Leerstand führen kann.
Kulturamtsleiter Martin Bach resümierte: „Die Tagung machte deutlich: Kommunen spielen eine zentrale Rolle als Vermittler zwischen Eigentümern und Kreativen. Um kreative Nutzungen zu verstetigen, braucht es tragfähige Modelle für Anmietung und Finanzierung.“
Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Bild: Zentrum für Kreativwirtschaft, Samira Vogl.
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