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Iryna Sauerwald
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Iryna Sauerwald2026-09-28 18:49:232026-09-28 18:50:21Der Zukunft Gehör verschafftNeue Perspektiven im Kasseler Osten
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Zwischen Hafen-Areal, Salzmann, Haferkakaofabrik und Kirche St. Kunigundis entstehen neue Chancen für historische Standorte, Freiräume und das Zusammenleben im Quartier. Ein neues Fördergebiet im Bundesprogramm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ unterstützt in den kommenden zehn Jahren Entwicklungen in der Unterneustadt und Bettenhausen.
Große Flächen, die bislang noch ungenutzte Potenziale aufweisen und auf denen sich sanierungsbedürftige und mitunter auch denkmalgeschützte Bausubstanz findet, sind für das neue Fördergebiet charakteristisch. Ein Leuchtturmprojekt in diesem Bereich, welches mit seiner behutsamen Umnutzung mittlerweile als Veranstaltungsort längst über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und etabliert ist, ist das Hallenbad Ost. Viele weitere Flächen im Kasseler Osten bieten solch außergewöhnliche Potenziale. Bei Salzmann ist jetzt ein Anfang gemacht und auch für die Entwicklung des Hafen-Areals und das neue „KOOP-Quartier“ an der Hafenstraße sowie der Haferkakaofabrik legt die Stadt Kassel gerade die planerischen Grundlagen. Ein weiteres interessantes Projekt hat zuletzt am Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2026 auf sich aufmerksam gemacht: die geplante Umnutzung der Kirche St. Kunigundis zu einem gemeinwohlorientierten Begegnungsraum.
Im Osten entsteht Neues für die Stadtgesellschaft und die Stadtteile. Blick auf die Kirche St. Kunigundis, Salzmann (oben v.r.n.l.), Haferkakaofabrik und Hafen-Areal (unten v.r.n.l.). Fotos: Nicolai Benner
Defizite zu Chancen machen
Viele dieser historisch bedeutsamen Gebäude und Flächen stehen heute leer, liegen brach oder werden nur noch teilweise genutzt. Sie wieder sinnvoll zu nutzen und miteinander zu verbinden, ist eine anspruchsvolle städtebauliche und architektonische Herausforderung – zugleich eröffnet sie die Chance, den Kasseler Osten langfristig und nachhaltig weiterzuentwickeln. Wohnhäuser, Gewerbebetriebe und große ehemalige Industrieflächen liegen im Fördergebiet eng beieinander. Viele dieser Flächen sind stark versiegelt und werden bislang nur wenig genutzt. Gleichzeitig teilen große Straßen den Bereich in einzelne, unzusammenhängende Abschnitte. Das erschwert es bisher, Wege, Freiräume und neue Nutzungen sinnvoll miteinander zu verbinden. Vier Programmschwerpunkte sollen in den kommenden zehn Jahren dafür sorgen, dass sich die hier skizzierten Defizite in neue Chancen für den Kasseler Osten und damit für die gesamte Stadt verwandeln: Transformation der Quartiere im Sinne von Vielfalt, Daseinsvorsorge und wirtschaftlicher Entwicklung, Erhalt bedeutender Gebäude oder Ensembles als kulturelles Erbe, Anpassung an den Klimawandel, Klimaschutz und Freiraumgestaltung, Barrierefreie Mobilität und nachhaltige, ortsangepasste Verkehrslösungen. Beispielsweise ist im neuen Fördergebiet der Aufbau einer Entwicklungsachse vom Hafenareal und dem KOOP-Quartier über die Haferkakao- und die Salzmann-Fabrik bis hin zur Kirche St. Kunigundis mit der umliegenden Wohnanlage geplant.
Partizipative Herangehensweisen fördern
Mit der Fortschreibung des vorhandenen Integrierten Entwicklungskonzeptes für das neue Fördergebiet hat die Stadt Kassel die ProjektStadt, das Stadtentwicklungsbüro der Nassauischen Heimstätte | Wohnstadt (NHW), beauftragt. Um mit den Akteurinnen und Akteuren im Fördergebiet Wissen zu teilen und über wichtige Informationen, mögliche Restriktionen und wünschenswerte Ziele in Austausch zu treten, haben die Mitarbeitenden der ProjektStadt mit zentralen Akteurinnen und Akteuren bereits viele Gespräche geführt und setzen diese weiterhin fort. Für Projektleiter Clemens Exner ist im Sinne einer partizipativen Herangehensweise klar: „Stadtentwicklung lebt von Kommunikation, Austausch und Vernetzung. Gerne können Interessierte mit ihren Fragen oder Ideen für das neue Gebiet an uns herantreten.“

Planausschnitt Entwurf Fördergebietsabgrenzung / Stadt Kassel
Ihre Fragen, Anregungen und Ideen für das neue Fördergebiet sind willkommen.
Kontakt:
Clemens Exner
Tel. 0561-10 01 12 96
clemens.exner@projektstadt.de
Dominik Reimann
Tel. 0561-10 01 12 03
dominik.reimann@projektstadt.de
* Bei Advertorials handelt es sich um redaktionell aufgemachte Werbebeiträge von Kundinnen und Kunden. Dieses Advertorial erschien in der Herbstausgabe 2026 des StadtZeit Kassel Magazins. Die printsenrolle verlag & medien GmbH, der Verlag in welchem das Magazin erscheint, ermöglicht es Interessierten, sich mittels Advertorials zu präsentieren, um auf Ihre Impulse aufmerksam zu machen. Für Advertorials gilt die jeweils aktuelle Preisliste, die auf der Webseite einsehbar ist.
„Kassel – östlich der Fulda“ – das neue Programmgebiet
Das neue Fördergebiet umfasst den Kunigundishof, Flächen entlang der Leipziger Straße bis zum Platz der Deutschen Einheit, das Salzmann-Areal, die untergenutzten Gewerbeflächen im Bereich Ölmühlenweg/Königinhofstraße sowie die ehemalige Haferkakaofabrik. Mit dem Schleusenpark und dem Hafen-Areal bildet es den Übergang zur angrenzenden Innenstadt. Mit diesem neuen Programmgebiet, das einen Teilbereich des bereits bestehenden Fördergebiets „Unterneustadt / Bettenhausen“ umfasst, hat sich die Stadt Kassel für das Städtebauförderprogramm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ erfolgreich beworben. In den nächsten zehn Jahren werden Bund und Land die Stadt Kassel und auch private Investoren bei der Umsetzung von weiteren Projekten im Kasseler Osten unterstützen.

Programmschwerpunkte
1. Transformation der Quartiere – Vielfalt, Daseinsvorsorge und wirtschaftliche Entwicklung
• Nutzungsmischung qualifizieren und Angebotsstrukturen bündeln
• soziale, gesundheitliche, kulturelle, wirtschaftliche Angebote und der Nahversorgung aufbauen oder stärken
2. Erhalt bedeutender Gebäude oder Ensembles als kulturelles Erbe
• Wohnen im Innenbereich fördern, Leerstände beheben
• für brachgefallene Strukturen beispielhafte Nachnutzungskonzepte entwickeln
• vom Hafenareal und dem KOOP-Quartier über die Haferkakaound die Salzmann-Fabrik bis hin zur St. Kunigundis Kirche mit der umliegenden Wohnanlage eine Entwicklungsachse aufbauen
• Brachflächen entwickeln und Strukturen wirtschaftlich stärken
3. Anpassung an den Klimawandel, Klimaschutz und Freiraumgestaltung
• Dach- und Fassadenbegrünung sowie Retentionsdächer fördern, Überwärmungsbereiche und Hitzeinseln durch Baumpflanzungen, Begrünung, grüne Trittsteine und Vernetzung mit vorhandenen Freiflächen reduzieren
• Frischluftschneisen erhalten und herstellen
• Renaturierungsmaßnahmen durchführen
• Energetische Sanierungen, Energieeffiziente Bauweise im Gebäudebestand und regenerative Energieproduktion fördern
4. Barrierefreie Mobilität und nachhaltige, ortsangepasste Verkehrslösungen
• Fuß- und Radwegeverbindungen aufbauen, stärken, verknüpfen und verstetigen
• Wohnen, Arbeit, Freizeit, Erholung und Nahversorgung im Sinne der 5-Minuten-Stadt vernetzen
• Veränderung im Mobilitätsverhalten durch Konzepte für nachhaltige Mobilität fördern

„Ortseingangsschild“, gefunden im Stadtteilzentrum Agathof. Foto: ProjektStadt





(c) selbst

David Harwardt







