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Iryna Sauerwald
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Iryna Sauerwald2026-02-05 06:44:222026-02-04 16:45:06How long is now?Winterzeit – Schimmel vermeiden!
Tipps für ein gesundes Lebensumfeld.
Schimmelpilze sind Lebewesen, die überall vorkommen, aber nur unter den richtigen Bedingungen wachsen können. Genau wie pflanzen, die an einem Ort wurzeln, können sich Schimmelpilze nur dann ausbreiten, wenn sie einen passenden Lebensraum finden.
Schimmelpilzsporen sind allgegenwärtig und in unseren Räumen ständig in der Luft, im Staub und auf Oberflächen zu finden. Schimmelpilze sind ein wichtiger Teil der Umwelt. Sie spielen eine bedeutende Rolle im Stoffkreislauf, indem sie organische Materie wie Laub, abgefallene Früchte oder tote Tiere zersetzen. Die dabei entstehenden Nährstoffe werden wieder in den Boden zu
rückgeführt und fördern das Pflanzenwachstum. Trotz ihrer nützlichen Funktion in der Natur sollte das Wachstum von Schimmel in Häusern und Wohnungen unbedingt vermieden werden, da Schimmelpilze gesundheitliche Probleme verursachen können.
Kein Schimmel ohne Feuchtigkeit
Obwohl Schimmelsporen überall sind, wachsen sie nur unter den passenden Bedingungen: Sie benötigen Feuchtigkeit, Nährstoffe und die geeignete Temperatur. Da die Temperaturen in Innenräumen ideal sind und die meisten Baustoffe wie Farben, Tapeten, Klebstoffe genügend Nährstoffe bieten, ist die Feuchtigkeit der einzige Faktor, der wirklich beeinflusst werden kann. Bleiben Oberflächen trocken, kann sich kein Schimmel bilden. Unterschiedliche Schimmelarten sind an verschiedene Feuchtigkeitsbedingungen angepasst. Nach einem Wasserschaden werden andere Arten gefunden als bei gelegentlicher Feuchtigkeit in einer Raumecke.
Die häufigste Ursache für Schimmel
Wasserschäden sind glücklicherweise selten. Das meiste Schimmel Wachstum tritt in Raumecken oder Fensterleibungen auf. Der Grund dafür ist die Kondensation, also die Bildung von Wasser aus der Raumluft. Sie entsteht, wenn feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche trifft. Warme Oberflächen beugen Schimmel vor, sodass im Sommer die Wohnräume meist schimmelfrei bleiben, da alle Oberflächen durch die Sonneneinstrahlung so warm sind, dass selbst eine höhere Luftfeuchtigkeit nicht kondensiert.
Richtig lüften und heizen
Schimmel zeigt sich überwiegend im Winter in Bereichen, die sich weniger stark erwärmen. Das sind oft Raumecken und Fensterleibungen – natürliche Schwachstellen, die vor Kondensation geschützt werden müssen. Kalte Oberflächen können verschiedene Ursachen haben: unzureichendes Heizen, zu langes Lüften über die Kippstellung des Fensters oder auch große Möbel und Vorhänge, die die Luftzirkulation behindern. Der zweite entscheidende Faktor ist die Luftfeuchtigkeit. Diese lässt sich leicht mit einem digitalen Messgerät „Thermo-Hygrometer“ überwachen. Eine optimale relative Luftfeuchtigkeit in Innenräumen liegt zwischen 50 und 55 Prozent. Wenn es gelingt, die Luft feuchtigkeit durch bedarfsgerechtes Lüften in diesem Bereich zu halten, sinkt das Schimmelrisiko erheblich. Statt starre Lüftungsregel, wie dreimal täglich lüften, zu befolgen, ist es effektiver, nach Bedarf zu lüften. Beispielsweise besonders nach dem Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen.
Schimmelbildung in Wohnräumen lässt sich sehr häufig durch richtiges Lüften und Heizen vermeiden. Da Feuchtigkeit der Hauptwachstumsfaktor ist, müssen kalte Oberflächen und zu hohe Luftfeuchtigkeit verhindert werden.

26.01.2026
Schäden und Schadstoffe in Gebäuden. Ihr baubiologischer Ansatz setzt beim Menschen und dessen Gesundheit im Wohnumfeld bei gleichzeitigem erhalt der Bausubstanz an.
Diesen Artikel auch zu lesen in der StadtZeit-Ausgabe 126, Winter 2025/26, S. 44
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