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Iryna Sauerwald
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Iryna Sauerwald2026-01-22 16:23:172026-01-22 16:43:23BOCKWURSCHTBUDE + LOST LYRICS in Goldgrube KasselWut, Wut, MUT
Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen
10. Dezember 2025, 17 Uhr, Rathaus Kassel
„Ungehaltene Reden“ feiern fünfjähriges Bestehen mit Rekordbeteiligung
Was als Hommage an Christine Brückner begann, hat sich zur festen Institution entwickelt: Das Projekt »Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen« feiert sein fünfjähriges Bestehen. Mit 213 Einreichungen verzeichnen die Veranstalterinnen in diesem Jahr einen neuen Rekord. Aus dieser Fülle hat die Jury sechs Frauen ausgewählt, die am 10. Dezember 2025 – dem Tag der Menschenrechte und Geburtstag Brückners – im Kasseler Rathaus das Wort ergreifen werden.
Seit 2021 laden die Stiftung Brückner-Kühner und S. Fischer Theater & Medien Frauen dazu ein, gesellschaftliche Missstände und persönliches Unbehagen in Worte zu fassen. Die diesjährigen Gewinnerinnen decken ein breites Spektrum ab – von politischer Wut bis zu vielsagenden Alltagsbeobachtungen:
- Barbara Peveling (Köln): „Schafft den Paragrafen ab!“
- Alice Rugai (Berlin): „Parttime-Frau“
- Christine Sterly-Paulsen (Hamburg): „Warst du früher eine Frau?“
- Jana Petersen (Berlin): „Die wunde Stelle mitten unter euch“
- Eter Hachmann (Dessau-Roßlau): „Stimmen, die zählen – Frauen, die verändern“
- Mechthild von Lutzau (Kassel): „Gleichstellungsübungen am Steuer“

Von links nach rechts: Christine Sterly-Paulsen (Foto: Hans-Jürgen Darilson), Alice Rugai (Foto: Nuna Morales), Eter Hachmann (Foto: Ralf Schüler), Barbara Peveling (Foto: privat), Jana Petersen (Foto: privat), Mechthild von Lutzau (Foto: Rafael Michel).
Das Jubiläumsjahr wird von einem erweiterten Rahmenprogramm begleitet, das die wachsende gesellschaftliche Relevanz des Formats unterstreicht:
- Fotoausstellung: Bereits ab dem 4. Dezember 2025 zeigt die „Kubatur“ im Kasseler Kulturbahnhof Porträts ehemaliger Rednerinnen. Die Fotografin Anja Köhne dokumentiert in ihrer Ausstellung „DIE UNGEHALTENEN“ die Gesichter hinter den Stimmen der vergangenen Jahre. Special Guest ist Mixed Media Artist – Elli Owk, eine Kasseler Künstlerin, die Zitate aus den Reden im Graffiti-Style am Ausstellungsort umsetzen wird.
- Radiosendung: hr2-kultur wird erneut die sechs Reden am 10. Dezember in Kassel aufzeichnen und im Januar senden.
- Publikation: Am 25. Februar 2026 erscheint die fünfte Ungehalten-Anthologie »ICH! Neue ungehaltene Reden ungehaltener Frauen« als FISCHER Taschenbuch. Sie versammelt eine Auswahl von 24 Reden dieses Jahres. Die Buchpremiere findet am 8. März 2026 im Museum für Kommunikation in Frankfurt statt.
- Akademische Anerkennung: Erstmals ziehen die Reden auch in den Lehrplan der Universität Tübingen ein. Im Wintersemester 2025/26 analysieren Studierende die Texte als rhetorische Zeitdokumente.
Hintergrund und Partner
Inspiriert von Christine Brückners berühmten Monologen »Wenn du geredet hättest, Desdemona«, geben die Stiftung Brückner-Kühner und der S. Fischer Theater & Medien Frauen eine Bühne, die etwas zu sagen haben. Kooperationspartner sind das Archiv der deutschen Frauenbewegung, die Stadt Kassel und hr2-kultur.
Christine Brückner
Zu ihren Lebzeiten (1921-1996) gehörte die Schriftstellerin Christine Brückner zu den meistgelesenen Autorinnen Deutschlands. Ihr umfangreiches Werk umfasst Romane, Erzählungen, Aufzeichnungen, Hörspiele und Theaterstücke. 1984 stiftete sie mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Otto Heinrich Kühner den „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ und gründete die Stiftung Brückner-Kühner. Sie wurde vielfach ausgezeichnet und ist Ehrenbürgerin der Stadt Kassel.

Pressemeldung:
Ungehaltene Reden ungehaltener Frauen
Das Projekt wird von der Stiftung Brückner-Kühner und dem Verlag S. Fischer Theater und Medien verantwortet. Es kooperieren das Archiv der deutschen Frauenbewegung, die Stadt Kassel und der Hessische Rundfunk (hr2-kultur).
Die Projektleitung liegt bei Friederike Emmerling (S. Fischer Theater und Medien), Maya Alou, Helen MacCormac und Julia Blando (Stiftung Brückner-Kühner).
Der Jury 2025 gehörten außerdem an: Nils Jablonski (Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaftler, Uni Münster), Gunilla Wolff (Ressortleiterin hr4) und Alina Mathias (Ungehaltene Rednerin 2024).
Weitere Informationen zum Projekt inkl. Videoarchiv mit über 400 Reden https://ungehalten.net













