Mittendrin in Kassel
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    Direkter Kontakt:

    Klaus Schaake
    Tel. 0561 – 475 10 11
    post@mittendrin-kassel.de

     

    Gefördert bis Ende 2019 durch:

    „Das nächste Spiel ist das schwerste!“

    Damit die documenta ihre Resonanzfähigkeit behält, muss sie laut Prof. Dr. Heinz Bude die Kunstwelt beeinflussen. Dafür brauche es „Personen ohne Wahrnehmungssperren und mit Vorstellungskraft“, so der Gründungsdirektor des documenta-Instituts. mittendrin fragte bei ihm nach.

    „Die documenta fifteen als Zäsur? Kunst, Politik, Öffentlichkeit“, war der Titel des von Ihnen initiierten und moderierten Symposiums am 17./18. November 2023 in Kassel. Angekündigt waren „Gespräche ohne Geländer“, wie Sie das sehr schön nannten. Ist Ihnen das gelungen?

    HB: Die Formulierung ist Hannah Arendt entlehnt, die sich einem „Denken ohne Geländer“ verpflichtet fühlte. Ja, die Gespräche haben deutlich gemacht, dass nach dem 8. Oktober 2023 im Kunstsektor nichts mehr so ist, wie es vorher war. Die Kunst, die sich nach der Weltfinanz- Weltwirtschaftskrise von 2008 und der nachfolgen Staatsschuldenkrise von 2011 ff einer Antipolitik gegen das System von monetärer, kolonialer, patriarchalischer und logozentrischer Gewalt verschrieben hatte, ist jetzt an einem Nullpunkt angelangt. Die Welt ist anders geworden und wer sie verstehen will, muss sich selbst in Frage stellen.

    „Mit Formeln einer weltlosen Kritik kommt man nicht weiter“
    Gab es für Sie überraschende und unerwartete Positionen, die Ihre Gäste oder auch das Publikum vertreten haben? Welche?

    HB: Allen Gästen war der Ernst der Lage klar und dass man mit Formeln einer weltlosen Kritik nicht mehr weiterkommt. Die „metapolitischen Fiktionen“ (Hans Kelsen) diffuser Gemeinschaftskräfte haben mit einem Mal ihre freundliche Unschuld eingebüßt. Ich hatte den Eindruck, das wollten nicht alle im Publikum hören.

    „Die Kunst selbst muss sich Gedanken machen“
    Mit Blick auf die vielen Herausforderungen, die vor der documenta liegen, die durch die Entwicklungen der letzten Zeit eher noch größer geworden sind: Was konnte das Symposium leisten und welchen Erkenntnisgewinn verbinden Sie damit?

    HB: Das Symposium hat deutlich gemacht, dass die Kunst selbst sich Gedanken darüber machen muss, was sie mit einer documenta bezwecken will. Das kann ihr keine Findungskommission und keine gGmbH abnehmen. Wie stellt sich eine Welt jenseits der Globalisierung mit neuen Einflusszonen und anderen Bewegungsmustern aus? Wer träumt hier für wen? Was kann man entbehren? Wem sind wir verwandt? Wo beginnt die Zukunft?

    „Die documenta muss die Kunstwelt beeinflussen wollen“
    Die Resonanzfähigkeit der documenta steht laut Ihrer Aussage auf der Kippe. Was kann und muss aus Ihrer Perspektive eine documenta 16 leisten, wenn diese Ausstellung noch als singulär in der Kunstwelt wahrgenommen werden möchte?

    HB: Sie muss den Willen haben, die Kunstwelt nicht nur widerspiegeln, sondern sie beeinflussen zu wollen. Es wird darauf ankommen, für diese Aufgabe Personen ohne Wahrnehmungssperren und mit Vorstellungskraft zu finden.

    In Ihrem ersten spontanen Schlussfazit sagten Sie, die documenta könne sich nicht auf die Serie verlassen. Was genau meinen Sie damit?

    HB: Es ergibt sich nichts von selbst. Es ist wie beim Fußball: Das nächste Spiel ist das schwerste Spiel. Julian Nagelsmann kann ein Lied davon singen.

    „Die Gastgeberin darf sich nicht selbst verleugnen“
    „Kränkung“ war ein Stichwort, dass Sie einbrachten und Sie bemühten in Ihrer Moderation auch das Bild von einer Art therapeutischem Setting. Dieses Bild aufgreifend: Wie könnte sich aus Ihrer Perspektive eine „Therapie“ gestalten?

    HB: Die Gastgeberin wird dem Gast nicht gerecht, wenn sie sich selbst verleugnet. Denn dann kann der Gast nicht herausfinden, wo sie sich befindet und wie er sich revanchieren kann.

    Gehen Sie fest davon aus, dass wir eine documenta 16 in Kassel erleben werden?

    HB: Ja. Denn immer wieder geht die Sonne auf.

    Die documenta fifteen als Zäsur? Kunst, Politik, Öffentlichkeit
    Die Diskussionen und Ergebnisse des Symposiums sind auf der Webseite des documenta-Instituts nachzuvollziehen unter: www.documenta-institut.de

    29.11.2023

    Heinz Bude, geb. 1954, ist Soziologe und seit 2020 Gründungsdirektor des documenta Instituts in Kassel.

    Bild: documenta Institut; Nicolas Wefers.

    Die documenta fifteen als Zäsur? Kunst, Politik, Öffentlichkeit
    Die Diskussionen und Ergebnisse des Symposiums vom 17. & 18. November 2023 sind auf der Webseite des documenta-Instituts nachzuvollziehen unter: www.documenta-institut.de

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