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Sabine Kemna
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Sabine Kemna2026-09-05 11:37:242026-09-05 11:37:24Fimmatinee Fanny Hensel„abpflastern“: Wettbewerbssaison 2026 geht in finale Phase
Noch bis zum 31. Oktober läuft der bundesweite Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“. Wer also frisch entsiegelte Flächen melden möchte, kann dies noch bis zum Stichtag tun. Erfreulich: Kassel liegt bei den Großstädten über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf Platz drei.
Über 60 Kommunen haben mittlerweile entsiegelte Flächen beim Wettbewerb gemeldet. Auch Kassel ist dieses Jahr erstmalig mit dabei und ist im Ranking nach oben geklettert: Innerhalb der Liga mit Großstädten über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern steht Kassel derzeit auf Platz drei von 16. Die Rangliste richtet sich nach der entsiegelten Fläche („abgepflasterte Steine“) pro 1.000 Einwohnenden. Ein guter Zwischenstand für Kassel, doch noch ist nichts entschieden. Um beim „abpflastern 2026“ unter den Top drei zu bleiben, sind weitere Meldungen von Entsiegelungen nötig.
Auch Bürgerinnen und Bürger können mitmachen
Alle, die mitmachen und Kassel beim diesjährigen Wettbewerb unterstützen möchten, können dies noch bis zum 31. Oktober 2026 tun. Bis zu diesem Stichtag können entsiegelte Flächen für den Wettbewerb gemeldet werden. Wer also seit 1. November 2025 bereits eine Fläche entsiegelt hat oder für die kommenden zwei Monate noch eine Entsiegelung geplant hat, kann die entsiegelte Fläche direkt selbst online auf der Webseite des Wettbewerbs melden: https://www.abpflastern.de/
Benötigt werden ein Vorher- und ein Nachher-Foto der entsiegelten Fläche. Auch Teilentsiegelungen, wie beispielsweise der Ausbau von Rasengittersteinen zur Anlage eines Blumenbeetes, können mit 50 Prozent der Flächengröße zählen. Gemeldete Flächen zählen für Kassel, wenn Sie in Kassel liegen – unabhängig davon, wer die Entsiegelung durchgeführt oder beim Wettbewerb eingereicht hat.
Hohe Versiegelung insbesondere in Städten ein Problem
Die lange Hitzewelle und die lange Trockenperiode haben es in diesem Jahr auch in Kassel spürbar gezeigt: Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürre und Starkregen werden bedingt durch den Klimawandel immer häufiger. Bodenversiegelungen verschärfen dieses Problem, da versiegelte Flächen sich stark aufheizen, Wasser dort nicht versickern kann und der kühlende Effekt durch Verdunstung aus dem Boden fehlt.
Entsiegelungsmaßnahmen sind wichtig, um den Auswirkungen von Neuversiegelungen an anderer Stelle – die in praktisch jeder Stadt unweigerlich auch stattfinden – entgegenzuwirken. Darüber hinaus können entsiegelte Flächen als neue Baumstandorte dienen und somit Schatten und Kühlung auch in ansonsten hochversiegelten Bereichen ermöglichen.
Der von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz organisierte Wettbewerb schafft Aufmerksamkeit für das Thema Entsiegelung und regt mit dem freundschaftlichen Wettstreit zum Handeln an.
Informationen zum Wettbewerb, aktuelle Spielstände, sowie das Online-Formular zum Melden von Flächen gibt es auf der Webseite des Wettbewerbs: https://www.abpflastern.de/
Infos zum Wettbewerb sind auch zu finden auf: www.kassel.de/abpflastern

Beispiel für eine ehemals asphaltierte und jetzt entsiegelte Fläche neben der Skateanlage in der Unteren Karlsstraße. Foto:Stadt Kassel /Michael Schwab.
Pressemeldung:
Stadt Kassel




© Urs Lüthi, Courtesy Galerie Coucou
Claudia Harwardt






