documenta archiv erhält Nikolic-Nachlass

Das documenta archiv erhält den bedeutenden Nachlass der Fotografin Monika Nikolic. Internationale Bekanntheit erlangte Nikolic durch ihre Architekturaufnahmen und als Chronistin der documenta. Möglich wurde der Erwerb durch das tatkräftige Engagement des Kasseler documenta forums, die Unterstützung der Kasseler Sparkasse und privater Stiftungen.

Über den fotografischen Nachlass von Monika Nikolic im documenta archiv

Die Fotografin Monika Nikolic (1943–2024) zählte zu den prägenden Gesichtern der Kasseler Kulturszene. Über mehr als vier Jahrzehnte begleitete die ausgebildete Architektin die documenta Ausstellungen mit der Kamera. Ihre strahlenden Aufnahmen vom Mohnfeld auf dem Friedrichsplatz während der documenta 12 haben sich tief in das Bildgedächtnis der Stadt eingeschrieben. In Kassel traf Nikolic auf das inspirierende und experimentelle Umfeld des fotoforums von Floris M. Neusüss und wurde bald Mitbegründerin der Ortsgruppe Kassel des Deutschen Werkbunds. International wurde sie durch ihre technisch raffinierten Architekturfotografien und ihren besonderen Blick für Objekte und Räume bekannt. Es ist deshalb für Kassel ein außerordentlicher Glücksfall, dass der fotografische Nachlass der im Februar überraschend verstorbenen Künstlerin für das documenta archiv gewonnen werden konnte. Möglich wurde der Erwerb durch den Einsatz des documenta forums, die Unterstützung der Kasseler Sparkasse und die Großzügigkeit privater Stifter*innen.    

„Es erfüllt mich mit besonderer Freude, dass es dank des stadtgesellschaftlichen Engagements möglich wurde, das Werk der bedeutenden documenta Chronistin Monika Nikolic für das documenta archiv zu sichern“, so Prof. Dr. Andreas Hoffmann, Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum gGmbH und spricht allen Beteiligten und Förderer*innen seinen sehr herzlichen Dank aus.

Porträt Monika Nikolic, Foto: documenta archiv / Monika Nikolic


„Uns war es von Anfang an ein selbstverständliches Anliegen, das documenta archiv beim Erwerb des Nachlasses zu unterstützen“ betont Volker Schäfer, Vorsitzender des documenta forums und Horst Schween, Schatzmeister des documenta forums, erinnert an die intensiven Gespräche und Begegnungen mit der Fotografin, die auf unnachahmliche Weise der Aura der documenta Kunstwerke im Stadtraum nachspürte.    

Ingo Buchholz, Vorstandsvorsitzender der Kasseler Sparkasse, ergänzt: „Als Kasseler Sparkasse ist es uns wichtig, das documenta archiv beim Erwerb des Nachlasses zu unterstützen. Dieses fotografische Vermächtnis stellt nicht nur den Erhalt eines wichtigen kulturellen Erbes sicher, sondern stärkt auch unsere regionale Identität und bereichert unser kulturelles Leben in Kassel.“

„Unsere visuelle Erinnerung an die documenta Ausstellungen wäre ohne die brillanten Fotografien von Monika Nikolic lückenhaft“, unterstreicht Dr. Birgitta Coers, Direktorin des documenta archiv, „wir bewahren mit ihren Arbeiten ein Stück Kasseler Kunst- und Fotogeschichte und sehen uns in der Pflicht, den Nachlass lebendig zu halten. In diesem Sinne möchte ich mich, auch im Namen des documenta archiv, sehr herzlich für die breite Unterstützung bedanken, ohne die das Werk verloren gewesen wäre.“
 
Über das documenta archiv

Das 1961 von Arnold Bode gegründete documenta archiv widmet sich der Sammlung, Dokumentation und wissenschaftlichen Erforschung von Texten, Bildern, Filmen und Objekten zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Einer der Schwerpunkte liegt auf den seit 1955 stattfindenden documenta Ausstellungen, ihren Akteuren und den kuratorischen Praktiken im Kunstsystem der letzten Jahrzehnte. Trägerin ist die documenta und Museum Fridericianum gGmbH. Das documenta archiv initiiert als Mitglied im Arbeitskreis unabhängiger Kulturinstitute (AsKI e.V.) Ausstellungen und wissenschaftliche Projekte entlang eigener Bestände, dies in Kooperation mit nationalen und internationalen Forschungs- und Kultureinrichtungen.

24.09.2024


Pressemeldung:

documenta archiv

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