Menschen – Im Fadenkreuz des rechten Terrors

Das Projekt zeigt Perspektive der Betroffenen des rechten Terrors.

Die Wanderausstellung tourt mit ihren Porträts durch Deutschland. Auftakt war in Solingen. Vom 27. bis 30. Juli ist sie auf dem Kasseler Scheidemannplatz und Teilen der Treppenstraße zu sehen.

Das Projekt von elf Regionalmedien in Zusammenarbeit mit dem WEISSEN RING unter Leitung des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV befasst sich in einer Ausstellung, einem Buch und einer Online-Veröffentlichung mit den Kontinuitäten des rechten Terrors in Deutschland. Dabei wird insbesondere die Perspektive der Betroffenen in den Blick genommen.

Bilder: Ivo Mayr und CORRECTIV

Zehntausende Menschen werden von Rechtsextremen als Gegner markiert und auf sogenannte „Feindeslisten“ gesetzt: Lehrerinnen, Künstler, Wissenschaftlerinnen, Politiker oder Journalistinnen. Sie sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft.

Der Fotograf Ivo Mayr hat 57 von ihnen besucht, mit ihnen über ihr Leben, ihre Hoffnung, Freude und Liebe gesprochen und sie porträtiert. Die Menschen auf den Porträts stehen für die vielen Gesichter der Bundesrepublik. Sie sind das Herzstück des Projektes, das ab dem 28. Juni 2021 als Ausstellung, Buch und Online-Seite zu erleben sein wird.

Betroffene und Hinterbliebene berichten von den schwerwiegenden Auswirkungen auf ihr Leben. In begleitenden Recherchen zeigen 15 Reporter und Reporterinnen von elf lokalen Medien unter Leitung des Recherchezentrums CORRECTIV die Komplexität rechter Netzwerke, Strategien der rechten Szene und die Lücken in der Aufklärungsarbeit sowie bei der Bekämpfung des rechten Terrors.

Im Fokus des gesamten Projekts stehen die Menschen, die von Rechtsextremen als Ziele ins Fadenkreuz genommen werden, weil sie für eine Gesellschaft stehen, die Extremisten auslöschen und vernichten wollen. Fotograf Ivo Mayr sagt über sie: „Man erkennt in ihren Porträts, dass diese Menschen eine Haltung haben. Sie lassen sich nicht so einfach unterkriegen.“

Multimediale Aufarbeitung: Das Projekt umfasst Wander-Ausstellung, Buch und Online-Veröffentlichung
„Das Projekt soll informieren und warnen zugleich: Wenn es uns als Gesellschaft nicht gelingt, rechtem Terror entschlossen entgegenzutreten, wird er uns auseinandertreiben und unserer Demokratie großen Schaden zufügen“, sagt David Schraven, Publisher des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV. Das Projekt ist multimedial angelegt, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Die Porträt-Reihe wird im Rahmen einer frei zugänglichen Wanderausstellung draußen an zentralen Orten vieler deutscher Städte zu sehen sein. Die Ausstellungen werden von öffentlichen Diskussionen begleitet.

Im CORRECTIV-Verlag erscheint der BuchBegleitband zum Projekt. Auf 275 Seiten werden die Porträts in die Recherchen eingebettet. Ab Mitte Juli ist das Buch für 35 Euro im Buchhandel oder online (shop.correctiv.org) zu erwerben.

Alle Recherchen und Portraits werden zusätzlich online auf menschen-im-fadenkreuz.de für alle Interessierten veröffentlicht. Der eigens eingerichtete Instagram-Kanal @menschenimfadenkreuz begleitet das Projekt für eine weitere Zielgruppe.

Weitere Informationen finden Sie  auf der Webseite

Pressemeldung:

CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft gemeinnützige GmbH

CORRECTIV ist das erste spendenfinanzierte Recherchezentrum
in Deutschland. Als vielfach ausgezeichnetes Medium stehen wir für investigativen Journalismus. Wir lösen öffentliche Debatten aus, beteiligen Bürgerinnen und Bürger an unseren Recherchen und fördern Medienkompetenz mit unseren Bildungsprogrammen. Mit unserer Arbeit stehen wir für eine offene und demokratische Gesellschaft ein.
Weitere Infos auf:
www. correctiv.org

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