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Iryna Sauerwald
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Iryna Sauerwald2026-03-06 08:00:412026-03-05 19:00:01Renate Olbrich – Magische MomenteNachhaltigkeit im Arbeitsalltag
Vom Leitbild zur Praxis
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Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag funktioniert häufig am besten, wenn sie nicht als Zusatzaufgabe verstanden wird, sondern als Reihe kleiner, gut platzierter Routinen.
Zwischen Kaffeeküche, Kalender und Cloud lassen sich Ressourcen sparen und Abläufe vereinfachen, ohne dass aus jedem Schritt ein Grundsatzprojekt wird. Viele Maßnahmen sind unspektakulär, aber zuverlässig.
Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag wird zur konkreten Aufgabe
Der Joballtag steuert vieles, was das Klima und die Ressourcen betrifft, etwa tägliche Wege, Energie im Büro, Beschaffung und Dienstreisen. Laut Umweltbundesamt lag der Ausstoß des Verkehrssektors 2024 bei rund 143,1 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten und damit erneut gut 22 % der Gesamtemissionen. Damit zählt er zu den großen Baustellen. Mobilität im Berufsalltag ist deshalb ein naheliegender Hebel, insbesondere dort, wo Anfahrtswege und Dienstreisen nicht fest vorgegeben sind.
Zudem wächst in vielen Organisationen der Bedarf, Nachhaltigkeitsdaten belastbar zu erfassen und für Entscheidungen zu nutzen, vom Einkauf bis zur Strategie. Das verschiebt Nachhaltigkeit weg vom „Nice-to-have“ hin zu Prozessqualität.
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung
Ein Einstieg gelingt oft dort, wo der Verbrauch sichtbar wird. Beim Papier ist die Richtung gut dokumentiert: Recyclingpapiere gelten aus ökologischer Sicht als erste Wahl. Für 100 % Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel nennt das Bundesumweltministerium im Schnitt deutlich geringere Umweltwirkungen in der Herstellung. Unter anderem rund 78 % weniger Wasser, 68 % weniger Energie und 15 % weniger CO2-Emissionen gegenüber Frischfaserpapier.
Im Bereich Büroenergie helfen Standards statt Appelle. Energiesparmodi für Geräte, ein konsequentes Ausschalten außerhalb der Nutzungszeiten und eine Beschaffung, die Effizienz, Langlebigkeit und Umweltzeichen berücksichtigt. Das Umweltbundesamt empfiehlt bei IT-Geräten die Orientierung an anerkannten Umweltzeichen und rät, Geräte nach dem Ausschalten vom Netz zu trennen, um Standby-Verbräuche zu vermeiden. Auch ein bewusster Konsum im Arbeitskontext lässt sich über Beschaffungsroutinen steuern. Dazu gehören die bevorzugte Anschaffung langlebiger, reparierbarer Produkte mit anerkannten Umweltzeichen und, wo möglich, der Einsatz von Mehrweg statt Einweg. Das Umweltbundesamt beschreibt, wie Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft in der Beschaffung wirksam berücksichtigt werden können.
Mobilität lässt sich entkomplizieren, wenn Regeln statt Einzelentscheidungen greifen. Dazu gehören Videokonferenz vor Kurztrip, Bahn vor Flug, Fahrrad oder ÖPNV für innerstädtische Wege sowie klare Optionen für Fahrgemeinschaften. In gängigen Treibhausgas-Standards wie dem Greenhouse Gas Protocol werden Pendeln und Dienstreisen häufig als sogenannte Scope-3-Emissionen abgebildet. Damit sind indirekte Emissionen gemeint, die nicht direkt im Unternehmen entstehen, aber durch die berufliche Tätigkeit ausgelöst werden. In Kassel macht der Nachhaltigkeitsstadtplan Karte von morgen nachhaltige Orte und Wege sichtbar.
Auch digitale Prozesse verdienen einen Realitätscheck. Ohne Rechenzentren gibt es keine Cloud, und die zugrunde liegende Infrastruktur braucht Strom. Das Umweltbundesamt nennt als Beispiel, dass in Frankfurt am Main rund ein Fünftel des Stromverbrauchs auf Rechenzentren zurückgeht. Die praktische Konsequenz sind weniger Datenmüll und bessere Prozesse. Dazu gehören schlanke Verteiler, kleinere Anhänge und klare Ablagen sowie eine Digitalisierung vor allem dort, wo sie tatsächlich Papier spart und Wege überflüssig macht.
Vom guten Vorsatz zum machbaren System
Dauerhaft wird Nachhaltigkeit, wenn die Zuständigkeiten klar sind, Prioritäten begrenzt bleiben und der Fortschritt messbar wird. Umweltmanagementsysteme wie EMAS sind darauf ausgelegt, Umweltleistungen systematisch zu verbessern und Ressourcen intelligent einzusparen. Für Energiefragen kann ein strukturiertes Energiemanagement (z. B. nach ISO 50001) helfen, Einsparpotenziale zu erkennen und Schritt für Schritt umzusetzen.
Im Alltag reicht oft ein kleines Set an Kennzahlen (Papier, Strom, Dienstreisen, ausgewählte Einkaufsgruppen) plus ein fester Termin zum Nachsteuern. Ergänzend unterstützen Vorlagen, Checklisten und Tools, etwa gebündelt in weiterführenden Fachinformationen und Arbeitshilfen zum Nachhaltigkeitsmanagement, wie sie bei Haufe Shop zu finden sind.
Typische Hürden beim Einstieg
Eine Überforderung entsteht häufig durch Perfektionismus. Wenn alles gleichzeitig „richtig“ werden soll, bleiben Maßnahmen im Entwurfsmodus. Ein pragmatischer Gegenentwurf ist die Konzentration auf wenige Stellschrauben mit einer hohen Relevanz, etwa Mobilität, Energie und Beschaffung, sowie der Aufbau stabiler Routinen.
Eine weitere Hürde ist die Unsicherheit im Umgang mit Zahlen und Aussagen. Viele Organisationen zögern, die Wirkung von Maßnahmen in Zahlen auszudrücken, weil Schätzungen schnell als zu ungenau oder übertrieben gelten. Aus Angst vor Vorwürfen etwas schönzureden, verschwinden Projekte lieber in internen Listen. Hilfreich ist eine nüchterne Kommunikation, die kleine Verbesserungen klar benennt, Annahmen transparent macht und Zwischenstände ausdrücklich als Lernen begreift.
Hinzu kommen organisatorische Themen. Fehlende Zuständigkeiten, knappe Zeitbudgets und konkurrierende Prioritäten führen dazu, dass Nachhaltigkeit im Tagesgeschäft oft mitläuft, aber selten strukturiert gesteuert wird. Ein fester Ansprechpunkt, einfache Kennzahlen und regelmäßige kurze Rückblicke senken die Einstiegshürde und machen sichtbar, dass es vorangeht.
Fazit: Nachhaltigkeit als kontinuierlicher Prozess
Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag ist selten ein Sprint. Sie entwickelt sich über Standards, kleine Entscheidungen und regelmäßiges Nachjustieren. Gerade das macht den Einstieg leichter. Der erste Schritt darf klein sein, solange er wiederholbar bleibt.

* Bei Advertorials handelt es sich um redaktionell aufgemachte Werbebeiträge von Kundinnen und Kunden. Die printsenrolle verlag & medien GmbH, der Verlag in welchem das Magazin erscheint, ermöglicht es Interessierten, sich mittels Advertorials zu präsentieren, um auf Ihre Impulse aufmerksam zu machen. Für Advertorials gilt die jeweils aktuelle Preisliste, die auf der Webseite einsehbar ist.
24.02.2026













