Quartiersplatz Hafenstraße: Jury schlägt Dresdner Planungsbüro vor

Das Planungsbüro RSP Freiraum GmbH aus Dresden soll den Platz vor der Unterneustädter Kirche umgestalten. Dies haben jetzt die Mitglieder des Preisgerichts der Stadt Kassel empfohlen. Nach Auffassung der Jury liegt mit dem Entwurf die Voraussetzung für einen gestalterisch hochwertigen und gut nutzbaren Quartiersplatz Hafenstraße vor, der sich in realistischem Kostenrahmen umsetzen lässt.

Das Preisgericht unter dem Vorsitz des Kasseler Landschaftsarchitekten Michael Triebswetter hatte am 22. April 2021 zwei erste Preise vergeben. Die Planungsbüros hatten daraufhin ihre Entwürfe überarbeitet, die in einer erneuten Sitzung des Preisgerichts am 12. Juli abschließend bewertet wurden. Einstimmig votierte das Gremium für den Entwurf von RSP Freiraum GmbH, Dresden. Bei der Umgestaltung sollen die vorhandenen unterirdischen Leitungen für Fernwärme, Strom und Kanal nicht verlegt werden. Diese Voraussetzung kann mit dem Vorschlag eingehalten werden.

Der Siegerentwurf für den Quartiersplatz Hafenstraße vor der Unterneustädter Kirche stammt vom Planungsbüro RSP Freiraum GmbH aus Dresden. Bild: Planungsbüro RSP Freiraum GmbH/Stadt Kassel

Kennzeichnend für den Siegerentwurf ist der über alle Flächen vorgesehene Natursteinbelag, mit dem eine harmonische Einheit zwischen denkmalgeschützten Kirchengebäude, seiner Vorfläche und dem öffentlichen Raum erzeugt werden kann. Die gut nutzbare Freifläche erhält als Möblierung eine mittig stehende große Bank und eine Brunnenanlage aus ebenerdigen Fontänen, die zum Spielen anregt und dazu beiträgt, Überwärmungen im Nahbereich entgegen zu wirken. Zudem sollen drei neue Magnolienbäume den künftigen Quartiersplatz prägen.

Die Kosten des Wettbewerbsverfahrens werden mit Mitteln der Städtebauförderung in dem Programm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ durch das Land Hessen gefördert. Das vorliegende Wettbewerbsergebnis stellt die Grundlage für einen erneuten Förderantrag, der die Kosten der Umsetzung beinhaltet, im kommenden Jahr 2022 dar. Wenn das Projekt bewilligt wird und die Koordination mit den städtischen Maßnahmen gelingt, könnte bereits ab Ende 2023 mit dem Bau begonnen werden.

Pressemitteilung: documenta-Stadt Kassel

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