
Windparks schützen Wald, Klima und Umwelt
Am 21. März ist der Internationale Tag des Waldes – für die Städtischen Werke ein Anlass, um an die Bedeutung von Windenergie für den Klimaschutz zu erinnern.
Derzeit entsteht im Reinhardwald ein Windpark, den die Städtischen Werke gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Reinhardswald, der EAM Natur und den Stadtwerken Eschwege bauen. 18 Windenergieanlagen werden hier ab Ende 2026 knapp 300 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Ökostrom für rund 100.000 Haushalte erzeugen. Das spart dem Klima jährlich mehr als 10.000 Tonnen schädliche CO2-Emissionen pro Anlage. Zum Vergleich: Das ist gut 800 Mal mehr als die jährliche CO2-Speicherung eines Hektars gesunden Mischwaldes. Wald kann rund zwölf Tonnen CO2 im Jahr pro Hektar binden.
Die Anlagen entstehen zum überwiegenden Teil auf vorgeschädigten Flächen, die Stürmen, Trockenheit und dem Buchenkäfer zum Opfer gefallen sind. Aus heutiger Sicht also unmittelbare Folgen des menschengemachten Klimawandels. Das Eindämmen des Klimawandels gelingt nur, wenn die CO2-Emissionen spürbar sinken. Und das geht am wirkungsvollsten durch Windkraft. Auch unter bestimmten Voraussetzungen im Wald. Oder anders ausgedrückt: Windparks helfen, den Wald zu schützen.
Ein weiterer Pluspunkt für den Reinhardswald. Aus Sicherheitsgründen entstehen um die Windkraftanlagen auch Löschwasserzisternen. Sie können bei Waldbränden von den Feuerwehren mitgenutzt werden. Ähnlich wie im Sommer 2023 im Kaufunger Stiftswald. Damals nutzte die Feuerwehr die Schotterfläche an einer Anlage, um die Einsatzfahrzeuge sicher zu parken und um die Einsatzzentrale einzurichten.
Der Reinhardswald bedeckt eine Fläche von rund 20.000 Hektar. Für die Anlagen und Zuwegung des Windparks sind dagegen nur etwa 14 Hektar dauerhaft notwendig. Oder anders ausgedrückt: Lediglich 0,07 Prozent des Reinhardswalds werden für die saubere Stromerzeugung genutzt. Und das auf Flächen, die bereits schwer geschädigt sind und schon seit langem über keine vitalen Baumbestände mehr verfügen. In Summe wurden für den Windpark lediglich 260 Buchen gefällt. Eine im Vergleich zur regulären Nutzung des Waldes als Holzlieferant verschwindend geringe Zahl.

Gesunder Wald sieht anders aus. Im Reinhardswald entstehen die Windkraftanlagen auf sogenannten Kalamitätsflächen, also Flächen mit gravierenden Vorschädigungen. Bild Städtische Werke AG
Pressemeldung:
Städtische Werke AG