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    Direkter Kontakt:

    Klaus Schaake
    Tel. 0561 – 475 10 11
    post@mittendrin-kassel.de

     

    Gefördert bis Ende 2019 durch:

    „Wir wünschen uns ein Tanzhaus!“

    Das Tanzwerk Kassel schafft Strukturen, vernetzt Tänzerinnen und Tänzer über die Generationen und macht Kassels diverse freie Tanzszene sichtbar.

    StadtZeit-Gespräch mit Heike Wrede, Tanzwerk Kassel e.V.

    Frau Wrede, Sie sind die Mitbegründerin von Tanzwerk Kassel e.V., einem Verein, der sich auf die Fahne geschrieben hat, dem zeitgenössischen Tanz in Kassel mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Was hat Sie motiviert, Mitbegründerin dieses Netzwerks zu werden?

    Wir, die Gründungsmitglieder des Tanzwerks, arbeiten schon über 20 Jahre in unserer Stadt, wir haben ein Publikum etabliert, sind vielfach vernetzt und sind – das muss man so realistisch sehen – nicht mehr die Jüngsten. Wir haben uns zusammen die Frage gestellt, was passiert, wenn wir nicht mehr tätig sein werden und wie wir die Brücke zu einer jungen Generation von professionellen Tänzerinnen und Tänzern schlagen, damit die Kasseler Tanzszene weiter wachsen kann.

    Als Außenstehender fragt mach sich, wo hier die jungen Profis sein sollen?

    Wir haben in Kassel, was tatsächlich vielen so nicht bekannt ist, mit SOZO visions in motion eine staatlich anerkannte Berufsfachschule für zeitgenössischen Tanz. Tanzinteressierte aus der ganzen Welt besuchen diese Ausbildungsstätte und absolvieren über drei Jahre eine sehr fundierte Ausbildung. Fast alle wandern dann wieder ab, weil es hier nur sehr wenige Möglichkeiten gibt, professionell zu tanzen und sich beruflich zu etablieren. Wer bleibt, kommt gern zu uns in die freie Tanzszene. Genau das wollen wir befördern und Strukturen schaffen, die für junge Nachwuchstänzerinnen und -tänzer attraktiv sind.

    Ein Pool von professionell Tanzenden

    Was braucht es, um diese Strukturen anzulegen?

    Mit dem Tanzwerk haben wir, bei aller Unterschiedlichkeit in der Ausrichtung der Akteurinnen, die meist als One-Woman-Unternehmen agieren, eine Institution geschaffen, die die Interessen der freien Szene bündelt und die mittlerweile auch bei der Stadt Kassel und darüber hinaus wahrgenommen wird. Mit einer solchen Institution haben wir auch die Möglichkeit bekommen, öffentliche Fördermittel zu beantragen, die es uns ermöglichen, feste Strukturen aufzubauen und diese zu verstetigen.

    Generalprobe zum Stück „META“. Foto: Karl-Heinz Mierke.

    Mit welchem Erfolg?

    Seit Gründung des Tanzwerks hat sich die Mitgliederschaft mehr als verdoppelt und wir haben im Tanzwerk einen Pool von Tänzerinnen und Tänzern, auf die wir untereinander für unsere Produktionen zurückgreifen können. Wir müssen also nicht mehr zwingend mit Leuten von außerhalb arbeiten und gerade mit den frisch ausgebildeten jungen Tänzerinnen und Tänzern zusammen zu arbeiten, ist eine große Bereicherung.

    Ein lebendiger Teil der Kulturszene sein

    Liegt es im Wesentlichen an der wirtschaftlichen Unterstützung, die ein Vorankommen ermöglicht?

    Die meisten von uns arbeiten in finanziell völlig ungesicherten Verhältnissen und hangeln sich von Projekt zu Projekt. Gerade für die freie Tanzszene war und ist die Pandemie ein riesige Katastrophe. Von daher sind die öffentlichen Förderungen, die wir beantragen konnten, natürlich eine große und willkommene Unterstützung. Ebenso wichtig ist natürlich die Vernetzung untereinander, die es bereits zuvor gab und die zur Gründung des Tanzwerks führte. Sich in dieser Form zusammenzuschließen betrachte ich als eine herausragende Leistung. Unsere Idee ist es, dass viele Menschen zusammen etwas schaffen, was eine oder einer allein nicht schaffen kann.

    Blicken wir zusammen in die Zukunft: Was möchten Sie zusammen mit anderen noch schaffen?

    Kassel hat keine freie Bühne, die den Bedürfnissen des Tanzes entspricht. Das war schon immer so und wir mussten und müssen für unser Training Räume in Tanzschulen, im Dock 4 oder bei SOZO visions anmieten. Wir haben also ein großes Raumproblem, vor allem mit der Bühne. Die Halle des Dock 4 ist die einzig geeignete Bühne. Diese fällt alle fünf Jahre zur documenta weg, womit es in diesem Jahr dann überhaupt keine Bühne für uns gibt.

    Wir wünschen uns ein Tanzhaus für Kassel und Region, in dem wir trainieren, proben und inszenieren können, wo wir Gastspiele realisieren und wo wir mit einer gesicherten Perspektive ein lebendiger Teil der Kulturszene und ein Ort der Begegnung sind.

    Generalprobe des Stücks „Backspace“. Foto: Karl-Heinz Mierke.

    Heike Wrede ist Vorstand von tanz*werk kassel, dem Netzwerk der freien Zeitgenössischen Kasseler Tanzszene.


    Auch in der StadtZeit 107, Dezember/Januar-Ausgabe zu lesen >> hier

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