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Iryna Sauerwald
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Iryna Sauerwald2026-04-17 16:06:432026-04-17 21:35:20FORCED TO MODE – Depeche-Mode-Coverband in Bad Sooden-AllendorfErfolgsprojekt wird bundesweit ausgerollt
Kasseler Demokratiezug erhält Förderung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Das Kulturzentrum Schlachthof erhält den Förderzuschlag für die bundesweite Übertragung des Kasseler Demokratiezugs: Im März 2026 startet die Skalierung, jetzt sucht das Kulturzentrum Schlachthof 3 bis 5 interessierte Städte für die Zusammenarbeit. Wichtigste Voraussetzung: eine Straßenbahn und engagierte Bürger*innen und Gemeinden. Gefördert wird das Vorhaben von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt im Programm „transform_D“.
Seit Oktober 2024 rollt der Demokratiezug einmal wöchentlich durch Kassel: Ausgebildete ehrenamtliche Diskursbegleiter*innen sprechen mit den Fahrgästen über Themen, die diese gerade bewegen. Im Demokratiezug wird das zufällige Aufeinandertreffen von Menschen und Meinungen zum Ausgangpunkt für politische Gespräche. Über 1.300 solcher Gespräche wurden bereits im ersten Jahr geführt. Für sein Engagement wurde der Kasseler Demokratiezug 2025 mit dem Nachhaltigkeitspreis der Evangelischen Bank ausgezeichnet. Seit dem Start gibt es ein hohes überregionales Interesse am Kasseler Pilotprojekt, nun kann es durch die Förderung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt auf andere Städte übertragen werden.
Der Kasseler Oberbürgermeister und Schirmherr des Projekts, Dr. Sven Schoeller, begrüßt die Ausweitung: „Kassel hat mit dem Demokratiezug ein Format entwickelt, das Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenbringt – niedrigschwellig, im Alltag, auf Augenhöhe. Dass das Kasseler Modell nun in andere Städte getragen wird, freut und ehrt uns zugleich. Es zeigt, wie wichtig lokale Demokratiearbeit ist und wie wirksam sie sein kann, wenn sie kreativ und mutig gestaltet wird.“
Mirko Zapp, Geschäftsführer des Kulturzentrum Schlachthof, beschreibt den Gemeinsinn im Projekt: „Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht Engagement und Aufmerksamkeit von uns allen. Das Projekt ist dafür ein echter Mutmacher: Von Beginn an führen Ehrenamtliche mit großem Engagement die Gespräche in der Bahn, und die Fahrgäste bringen sich sehr offen und bereitwillig ein. Manche kommen extra aus anderen Städten angereist, um das Projekt zu erleben. Und wirklich alle Beteiligten betonen immer wieder, wie sehr das wechselseitige Interesse sie bereichert und das Miteinander stärkt.“

Die Initiator*innen des Kasseler Demokratiezugs (v.l.n.r.): Klaudia Bergmann (Elisabeth-Knipping-Schule), Mirko Zapp (Kulturzentrum Schlachthof), Jenny Huschke (DGB Nordhessen), Carsten Harkner (KVV), Manuela Greipel (Naturpark Reinhardswald), Sven Schoeller (OB Stadt Kassel), Madlen Freudenberg (Neue Denkerei). Foto: Can Wagener
Die enge Zusammenarbeit mit der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) war von Anfang an ein Erfolgsfaktor. Carsten Harkner, Geschäftsführer der KVV, betont: „Mobilität bedeutet für uns mehr als Transport von A nach B – sie schafft Verbindungen zwischen Menschen. Der Demokratiezug ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie diese Verbindung zum Ort gelebter Demokratie werden kann.“
Um interessierten Städten den Einstieg zu erleichtern, hat das Kulturzentrum Schlachthof eine umfassende Handreichung entwickelt. Die Broschüre enthält praxiserprobte Methoden, Erfahrungsberichte und Tipps für den Einstieg und ist kostenfrei als Printprodukt und PDF-Download erhältlich. Ergänzend sind Projektbesuche in Kassel, Workshops bei Interessierten vor Ort, Online-Sprechstunden und eine Abschlusskonferenz mit allen Partnerstädten geplant.
Interessierte Initiativen, Gemeinden oder Verkehrsbetriebe können sich unter platz-nehmen-fuer-demokratie@schlachthof-kassel.de melden. Alle Projektpartner in Kassel stehen bei der Beratung der Partnerstädte zur Verfügung.

Der Kasseler Demokratiezug ist eine Kooperation von Platz nehmen für Demokratie mit der Stadt Kassel und der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH. Foto: Can Wagener

Platz nehmen für Demokratie
Demokratie fordert den täglichen Einsatz von uns allen – in der Auseinandersetzung miteinander für eine offene, gerechte und vielfältige Gesellschaft. Bei „Platz nehmen für Demokratie“ setzen sich Menschen zusammen, um in den Dialog über Demokratie, Werte, unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben, über Vielfalt und Menschenrechte zu gehen.
Demokratie lebt von Beteiligung – von deiner Stimme! Nutze sie im Dialog mit anderen, vertrete deine Meinung.
www.platz-nehmen-fuer-demokratie.de
Kontakt zum Projekt:
Elin Kurtz und Stefanie Jeschke
platz-nehmen-fuer-demokratie@schlachthof-kassel.de
T + 49 (0)561 220712-446

M van der Put
Postergestaltung: Luisa Gräfer und Johanna Caroline Bauer 








