Naumburg-Kernstadt darf sich weiterhin Kneippheilbad nennen

Prädikat bestätigt

Die Kernstadt von Naumburg (Landkreis Kassel) erfüllt weiterhin die Voraussetzungen, um das Prädikat „Kneippheilbad“ zu tragen – neben „Heilbad“ das Prädikat mit den strengsten Kriterien. Der Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte beim Regierungspräsidium (RP) Kassel hat nach eingehender Prüfung einstimmig beschlossen, das Prädikat für Naumburg zu bestätigen.

Regierungspräsident Mark Weinmeister überreichte am Samstag, 21. Juni, im Rahmen der 855-Jahr-Feier im Kneipp-Kurpark am Haus des Gastes den Bestätigungsbescheid und eine Urkunde des Hessischen Wirtschaftsministers zur Bestätigung des Prädikats „Kneippheilbad“ an Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable.
„Naumburg liegt landschaftlich attraktiv im Dreieck zwischen Edersee, Habichtswald und Waldecker Bergland. Von Süden kommend bietet sich ein reizvoller Blick auf die Kernstadt mit ihrer historischen Stadtmauer und Fachwerkhäusern, die wie Schwalbennester auf einem felsigen Bergsporn aufgereiht sind. Passenderweise trägt Naumburg auch den Beinamen ,Stadt der Schwalben‘. In dem nordhessischen Kneippheilbad finden rund 30.000 Übernachtungsgäste pro Jahr einen attraktiven Mix aus Heilanwendungen, ,Slow Tourism‘, Aktiv-Urlaub und Familienangeboten – von Natur bis Kultur. Dass Naumburg die strengen Vorgaben für das Prädikat ,Kneippheilbad‘ erfolgreich bestätigen konnte, ist ein schöner Erfolg und eine Belohnung für alle Beteiligten“, so Weinmeister, der den Einwohnerinnen und Einwohnern herzlich zum erneuten Erlangen des begehrten Prädikats gratulierte.

„Die erneute Anerkennung als Kneippheilbad ist eine wichtige Auszeichnung für unsere schöne und bei den Gästen beliebte Stadt Naumburg und natürlich für alle, die hier vor Ort mit großer Leidenschaft an dem Thema ,Kneipp‘ arbeiten“, so Bürgermeister Stefan Hable bei der Übergabe.

Naumburg-Kernstadt wurde am 16.02.2007 erstmalig das Prädikat „Kneippheilbad“ verliehen. 2015 wurde das turnusgemäße Überprüfungsverfahren eingeleitet. Dieses Verfahren dient einem fairen Wettbewerb der Kurorte und Erholungsorte untereinander und damit den Heilung und Erholung suchenden Patienten und Gästen. Nur so kann sicherstellt werden, dass die Gäste und Patienten in den Heilbädern und Kurorten – auch über Landesgrenzen hinweg – gleichbleibend qualitativ hochwertige Strukturen vorfinden. Der Hessische Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte hat Ende 2024 empfohlen, das Prädikat zu bestätigen. Der Empfehlung wurde durch den Hessischen Wirtschaftsminister zugestimmt. Mit der nun erfolgten Übergabe der Bestätigungsurkunde ist die Re-Prädikatisierung erfolgreich abgeschlossen.

Im Bild v.l.: Regierungspräsident Mark Weinmeister, Stadtverordnetenvorsteherin Julia Hensel, Bürgermeister Stefan Hable, Claudia Thöne (Tourismusförderung Stadt Naumburg), Horst Wenzel und Alina Kolbe (beide RP Kassel). Bildquelle: privat

Hintergrund:
Die vom Deutschen Heilbäderverband e.V. und vom Deutschen Tourismusverband e.V. herausgegebenen „Begriffsbestimmungen für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen“ in ihrer jeweils neuesten Fassung sind maßgebend für die Definition und die Beurteilung der jeweils zur Anerkennung erforderlichen Kriterien für die Prädikate Heilbad bis Erholungsort.

Zur fachlichen Beratung ist beim RP Kassel der Hessische Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte gebildet worden. Ihm werden sämtliche Prädikatisierungsanträge, Unterlagen für Überprüfungsverfahren sowie Grundsatzfragen der Prädikatisierung zur Beratung vorgelegt.

Nach Erörterung beschließt der Fachausschuss über die vorliegenden Anträge und leitet die entsprechenden Empfehlungen dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) zu, das abschließend über die Anträge entscheidet.

Die formelle Verleihung des Prädikats erfolgt dann durch einen Anerkennungsbescheid des Regierungspräsidiums Kassel sowie eine Urkunde des HMWVW.

Spätestens nach zehn Jahren ist das Prädikat zu überprüfen. Sind die Voraussetzungen nicht mehr gegeben, so ist die Anerkennung des Prädikats zu widerrufen. Einen Rechtsanspruch auf Verleihung bzw. Beibehaltung eines Prädikats besteht nicht. In Hessen gibt es derzeit 146 prädikatisierte Orte/Ortsteile (Stand: 20.02.2025).

Weitere Informationen: www.rp-kassel.hessen.de/landesentwicklung/praedikatisierung

23.06.2025

Pressemeldung:
Regierungspräsidium Kassel

Ähnliche Themen

DER GEÖFFNETE RAUM

Die KÜNSTLERNACHLÄSSE KASSEL e.V. präsentieren vom 21. August bis 13. September 2026 Werke von Enrico Pellegrino und Dieter Zaha im Kasseler Atelier von Hildegard Jaekel (Quiddestraße 3). Die Eröffnung findet am 20. August um 19 Uhr statt.

Neue Räumlichkeiten für das Stadtarchiv Kassel

Nach dem Umzug in die Markthalle öffnet das Stadtarchiv Kassel seine neuen Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Gebäudes für die Öffentlichkeit.

Von den Anfängen bis heute: Die Kunsthochschule Kassel im Wandel

Im Jahr 2027 feiert die Kunsthochschule Kassel (KhK) ihr 250-jähriges Bestehen.

Digital Unfolds the Myriad Forms – China-Europe Intermedia Art Touring Exhibition

Digital Unfolds the Myriad Forms: Eine europäische Tournee chinesischer und europäischer Medienkunst startet in Kassel.

Dock 4 und Palais Bellevue entwickeln Zukunftsvisionen

Wie sehen Kulturorte im Jahr 2040 oder 2050 aus? Wer fühlt sich dort willkommen? Und welche Rolle spielen Kulturhäuser in einer zunehmend digitalen und vielfältigen Gesellschaft?

Verstehen – Begegnen – Zusammenleben

Neue Ausstellung YOUNIWORTH im wortreich eröffnet Räume für Begegnung und Austausch.

Kulturpreis der Stadt Kassel 2026

Mit dem Kulturpreis würdigt die Stadt drei Initiativen, die das kulturelle Leben in Kassel auf unterschiedliche Weise bereichern und stärken. Ausgezeichnet werden die Vereine Kasseler Punkrock Kollektiv e.V., Heraku – Heranwachsende Kunst e.V. sowie Artvanced e.V..

Handpan (Schnupper-) Workshop bei percussion+m

Handpan (Schnupper-) Workshop für Einsteiger*innen mit Mathias Reuter am 31.08.2026 ab 18 Uhr.

Durch Rhythmus die innere Kraft entdecken

Frauenpower Trommel-Workshop Reihe mit Doris Möller-Dannhauer am 19. und 26. September.