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Lisa Marie Fink
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Lisa Marie Fink2026-05-01 14:54:362026-05-01 14:54:36Jacob und Wilhelm Grimm draußen vor der TürTag der Städtebauförderung: Stadtentwicklung und Kultur
Samstag, 9. Mai 2026
Der Tag der Städtebauförderung in Kassel verbindet Stadtentwicklung und Kultur im Stadtteil Bettenhausen. Drei prägnante Orte stehen dort am Samstag, 9. Mai, unter dem Motto „Stadtentwicklung trifft auf Kultur“ im Fokus: die Kirche St. Kunigundis, der Hochbunker Agathof und der Mehrgenerationenpark.
„In Bettenhausen wird sehr anschaulich, was Städtebauförderung leisten kann: Wir schaffen Räume, in denen sich Menschen begegnen, Kultur stattfindet – ergänzt durch qualitätvolle Freiflächen, die zur Klimaanpassung und -resilienz beitragen. Gerade die Verbindung von Kirche, Hochbunker und Mehrgenerationenpark zeigt, wie aus sehr unterschiedlichen Orten ein lebendiges, zukunftsfähiges Quartier entstehen kann. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, die Projekte vor Ort zu erkunden und weitere Projekte der Städtebauförderung in Kassel kennenzulernen“, sagt Stadtklimarätin Simone Fedderke.
Alle drei Standorte stehen den Bürgerinnen und Bürgern von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr offen. Sie sind Städtebauförderungsprogramm “Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ verankert und Teil einer langfristig angelegten Quartiersentwicklung in Bettenhausen.
Kirche als Experimentierort für Kultur und Stadtentwicklung
Zentraler Veranstaltungsort ist die Kirche St. Kunigundis (Leipziger Str. 145 a), die derzeit umgebaut und neu konzipiert wird. Am Tag der Städtebauförderung verwandelt sie sich in einen erlebbaren Kulturort. In dem Sakralbau werden zukünftige Nutzungen, wie etwa die Öffnung der Kirche als Ausstellungsraum, erprobt. Ein im Kirchenraum aufgebautes Baugerüst inszeniert die geplanten baulichen Veränderungen und lässt bereits die Dimensionen des künftigen Raums erkennen. „Zugleich wird das Gerüst als Ausstellungs- und Projektionsfläche genutzt: Besucherinnen und Besucher können dort Kasseler Fördergebiete anhand einer Plakatausstellung und einer Videoinstallation entdecken. Ergänzend dazu werden Führungen mit Turmbesteigung angeboten, die neue Ausblicke auf Bettenhausen eröffnen“, erläutert Julia Jaentsch, Leiterin des Amts Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz.
Im Innenhof der Kirche gibt es ein familienfreundliches Programm mit Angeboten für Kinder und Erwachsene. Das Spielmobil Rote Rübe e. V. ist mit Spiel- und Mitmachangeboten vor Ort und es wird ein Riesenmemory mit Motiven aus Projekten der Städtebauförderung in Kassel geben. Außerdem wird für ein kleines Picknick mit Essen und Getränken gesorgt.

Der Hochbunker Agathof wird derzeit zu einem Haus für Musik, Proben, Workshops und Bühnenveranstaltungen umgebaut. Hier ein Blick in den künftigen Veranstaltungsraum (Stand April 2025). Foto: Stadt Kassel /Nikolai Benner.
Neue Orte der Begegnung
Nur wenige Gehminuten entfernt öffnet der Hochbunker Agathof seine Türen. Das ehemalige Schutzbauwerk wird derzeit zu einem Haus für Musik, Proben, Workshops und Bühnenveranstaltungen umgebaut. Geführte Rundgänge geben Einblick in den Umbauprozess und zeigen, wie der bisher verschlossene Ort künftig als kultureller Treffpunkt im Stadtteil genutzt werden soll.
Direkt nebenan liegt der im Rahmen der Städtebauförderung neu gestaltete Mehrgenerationenpark. Mit Spiel- und Sportangeboten, Aufenthaltsflächen und viel Grün ist er ein wichtiges Element zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Am Aktionstag lädt ein vielfältiges Mitmachprogramm zum Ausprobieren ein. Der Verein Rumkugler e.V., der zukünftig mit einer Boule-Halle und -Bahn auf dem Areal der ehemaligen Haferkakaofabrik verortet sein wird, bietet „Mitmach-Boule“ für alle Altersgruppen an.
Außerdem ist die Kinder- und Jugendförderung der Stadt Kassel mit einem eigenen Angebot für Kinder und Jugendliche vor Ort. Ergänzend dazu veranstaltet das Stadtteilzentrum Agathof im Rahmen der Kulturtage Bettenhausen ein Kunstprojekt auf der Freifläche und sorgt für musikalische Untermalung.
Stadtentwicklung und Kultur bewusst verzahnt
Der Tag der Städtebauförderung ist eng mit den Kulturtagen Bettenhausen verbunden, die vom 8. bis 10. Mai 2026 stattfinden. Besucherinnen und Besucher können beide Angebote miteinander kombinieren, unterschiedliche Orte im Stadtteil kennenlernen sowie mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Stadtteil, der Stadt- und Freiraumplanung und dem Kulturbereich ins Gespräch kommen.
Gute Erreichbarkeit, gute Angebote
Alle Programmpunkte sind fußläufig gut miteinander verbunden: Die Kirche St. Kunigundis bildet den zentralen Veranstaltungsort, der Hochbunker Agathof und der Mehrgenerationenpark liegen in unmittelbarer Nähe. Der Veranstaltungsbereich ist sehr gut mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar: Die Straßenbahnlinien 4 und 8 halten an der Haltestelle „Kirchgasse“. Auch die Anreise mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist unkompliziert möglich.
Im Rahmen des Programms werden sowohl Führungen durch den Hochbunker Agathof als auch Turmbesteigungen in der Kirche St. Kunigundis angeboten. Die Anmeldung erfolgt am Veranstaltungstag vor der Kirche St. Kunigundis. Hier ist auch der Treff- und Ausgangspunkt für beide Angebote.
Aktuelle Informationen zum Tag der Städtebauförderung in Kassel und zu den Führungszeiten sind auf www.kassel.de/tagderstaedtebaufoerderung zusammengestellt.

Zentraler Veranstaltungsort des diesjährigen Tags der Städtebauförderung ist die Kirche St. Kunigundis. Foto: Stadt Kassel/ Nikolai Benner
Neues Städtebauförderungsgebiet „Kassel – Östlich der Fulda“
Seit dem 1. Januar 2026 gibt es in Kassel ein neues Fördergebiet: „Kassel – Östlich der Fulda“. Es ist aus dem bisherigen Gebiet „Unterneustadt-Bettenhausen“ entstanden.
Im Mittelpunkt stehen fünf Schwerpunkte: die Weiterentwicklung der Quartiere, die wirtschaftliche Entwicklung und Daseinsvorsorge, der Erhalt bedeutender Gebäude sowie dem kulturellen Erbe, die Förderung von Wohnen im Innenbereich und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, des Klimaschutzes und der Freiraumgestaltung.
„Das Programm läuft über einen Zeitraum von zehn Jahren und wird dem Kasseler Osten spürbare Entwicklungsimpulse verleihen. Durch die Umsetzung öffentlicher Projekte sowie ergänzender privater Maßnahmen entsteht eine neue Dynamik, die den Stadtteil nachhaltig stärkt. Damit knüpft das Förderprogramm an den bereits angestoßenen Aufwertungsprozess in Unterneustadt und Bettenhausen an und führt diesen im ausgewählten Teilbereich konsequent weiter“, sind sich Stadtklimarätin Simone Fedderke und Julia Jaentsch über die Bedeutung der Städtebauförderung für eine langfristige, nachhaltige Stadtentwicklung einig.







M van der Put




