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Iryna Sauerwald
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Iryna Sauerwald2026-01-22 16:23:172026-01-23 07:41:07BOCKWURSCHTBUDE + LOST LYRICS in Goldgrube KasselVier Projekte für eine lebendige Innenstadt
Erfolgreicher Förderantrag: Die Stadt Kassel erhält 200.000 Euro aus dem hessischen Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“. Mit den Mitteln werden bis Ende 2028 vier Projekte umgesetzt, die zur Aufwertung, Belebung und nachhaltigen Entwicklung der Kasseler Innenstadt beitragen.
Ziel des Programms ist es, Innenstädte als attraktive, lebenswerte und vielfältige Orte zu erhalten und zu gestalten. Die Kasseler Projekte setzen dabei auf Aufenthaltsqualität, Teilhabe, kulturelle Vielfalt und ökologische Aufwertung.
Aufwertung Quartier Wilhelmsstraße – Gourmetmarkt am Florentiner Platz
Im Rahmen des Erlebniskonzepts Innenstadt wurde die Stärkung der innerstädtischen Kleinquartiere als zentrales Handlungsziel formuliert. Eines dieser Quartiere ist die Wilhelmsstraße mit dem Florentiner Platz, der 1958 der Partnerstadt Florenz gewidmet wurde und auf dem eine Nachbildung des Brunnens Fontana del Porcellino steht.
Bislang wird der Platz nur selten für Veranstaltungen genutzt, da die Aufenthaltsqualität gering ist. Durch die Förderung soll sich das ändern: Geplant ist unter anderem ein Gourmetmarkt am Florentiner Platz, der das Quartier beleben und Besucherinnen und Besucher in das Quartier Wilhelmsstraße ziehen soll. So entsteht ein neuer, lebendiger Treffpunkt, der lokale Gastronomie und Handel stärkt und gleichzeitig den besonderen Charakter dieses historischen Ortes hervorhebt.
Verstetigung der Einrichtung „Gewächshaus“ – Ein konsumfreier Raum für Kinder und Familien
Das „Gewächshaus“ ist ein kostenloser Spiel-, Lern- und Begegnungsraum für Kinder von 0 bis 12 Jahren mitten in der Kasseler Innenstadt – ein Ort des gemeinsamen Wachsens. Hier können Kinder in einer anregenden Atmosphäre spielen und lernen, während Eltern sich austauschen und vernetzen. Das Angebot umfasst Still-, Pflege- und Essbereiche sowie das bespielbare Kunstwerk Public Daycare der Künstlerin Graziela Kunsch, das nach der documenta fifteen von der Stadt Kassel angekauft wurde.
Mit Unterstützung des Förderprogramms soll der erfolgreiche Pilotbetrieb verstetigt und das kreative Angebot weiter ausgebaut werden. Vorgesehen sind Workshops und künstlerische Formate zu Themen wie Demokratie, Kinderrechte und Nachhaltigkeit, die Kinder in ihrer Selbstbestimmung stärken.
Das Projekt reagiert auf einen klaren Bedarf: Es bietet Familien – insbesondere mit geringem Ein-kommen – einen konsumfreien Rückzugs- und Begegnungsort. Der Betrieb des Gewächshauses soll mit Hilfe der Fördermittel für drei Jahre gesichert werden. Träger ist der gemeinnützige Verein Gewächshaus e.V..
Bodengestaltung am Skateplatz – Kunst trifft Stadtgestaltung
Der Skateplatz in der Unteren Karlsstraße bildet die städtebauliche Verbindung zwischen Friedrichsplatz und Königsplatz. Trotz seines sanierungsbedürftigen Zustands ist er ein wichtiger Treffpunkt für die Kasseler Skateszene sowie Kinder und Jugendliche – ein lebendiger Ort der Freizeit und Jugend-kultur.
Im Rahmen des Bundesförderprogramms ZIZ wurde bereits ein Entwurfskonzept zur Neugestaltung entwickelt – in enger Beteiligung von Skaterinnen und Skatern, Anwohnenden, Kulturakteuren und Fachämtern.
Die geplanten Maßnahmen sehen vor, die Verkehrsflächen zu reduzieren, Barrierefreiheit zu verbessern und neue Grün- und Aufenthaltsbereiche zu schaffen. In den letzten Wochen konnte nun ein 1. Bauabschnitt umgesetzt werden: zwei größere Bereiche wurden entsiegelt und einzelne der ausgebauten Betonplatten wurden in eine schräge Position gebracht und in das Konzept integriert. Zuletzt wurde auch die Oberfläche von einer Spezialfirma geschliffen.
Ein weiteres zentrales Gestaltungselement ist neben dem Kiez-Kiosk und den neuen Skate-Objekten ein großflächiger Bodenschriftzug mit dem künstlerischen Statement „IDK What’s Going On But It’s A Lot“. Die thermoplastisch aufgebrachte Schrift durchzieht den gesamten Platz und verleiht ihm eine unverwechselbare Identität. Damit wird der Skateplatz nicht nur funktional, sondern auch künstlerisch und sozial aufgewertet – als Ort des Miteinanders und der urbanen Kultur.
Open Stairs Treppenstraße 2026 – Kultur für alle vor dem ruruHaus
Bis zur geplanten Sanierung des ruruHauses verwandelt sich dessen Vorplatz am Fuße der Treppenstraße in den Sommermonaten 2026 in eine offene Bühne. Unter dem Titel „Open Stairs“ entsteht eine niedrigschwellige kulturelle Open-Air-Veranstaltungsreihe, die die Innenstadt belebt und Kultur mitten im Alltag erlebbar macht.
Einmal wöchentlich laden kostenlose Veranstaltungen wie Konzerte, Live-Painting, Tanz- und Zeichenaktionen zum Mitmachen ein. Dabei steht die Beteiligung lokaler und regionaler Kulturakteure im Vordergrund. Insgesamt sind 15 bis 20 Einzelveranstaltungen geplant, die sich an die gesamte Kasseler Stadtgesellschaft richten – ebenso an Passantinnen, Passanten und Touristinnen und Touristen.
Der Hintergrund: Das ruruHaus, bekannt aus der documenta fifteen, wird in den kommenden Jahren zu einem neuen Kultur- und Begegnungsort mit einer modernen Stadtbibliothek, einem Raum für Jugendliche und einer offenen Bühne umgebaut. Bevor die Sanierung 2027 beginnt, soll Open Stairs bereits zeigen, welches Potenzial dieser Ort künftig entfalten wird.
„Mit den Projekten stärken wir die Kasseler Innenstadt als lebendigen, inklusiven und zukunftsfähigen Raum für alle Generationen. Die Förderung des Landes Hessen hilft uns, innovative Ideen umzusetzen und den öffentlichen Raum als Ort der Begegnung weiter zu denken“, führt Stadtklimarätin Simone Fedderke aus.
Hintergrund: Das Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“
Mit dem Programm „Zukunft Innenstadt“ unterstützt das Land Hessen Kommunen bei der Entwicklung attraktiver, nachhaltiger und resilienter Innenstädte. Die Fördermittel zielen darauf ab, neue Nutzungskonzepte zu ermöglichen, öffentlichen Raum zu verbessern und die Innenstadt als Ort des Lebens, Arbeitens und der Begegnung zu stärken. Die Förderquote des Programms beträgt 90 Prozent.
Weitere Informationen: https://nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de/zukunft-innenstadt

Freude über die erfolgreich eingeworbene Landesförderung (v.l.n.r.): Stadtklimarätin Simone Fedderke, Thomas Ochmann und Manuel Milbert (Quartier Wilhelmsstraße e.V.), Jochen Scharf (Stadtplanung), Anja Göbel (Kulturförderung), Sarah Metz (Gewächshaus e.V.), Julia Jaentsch (Amtsleiterin Stadtplanung, Bauaufsicht, Denkmalschutz), Oliver Höppner (Geschäftsführer Kassel Marketing) und Citymanagerin Sabine Heinemann. Foto: Stadt Kassel / Harry Soremski.
08.01.2026













